Pittsburgh (BoerseGo.de) – Der US-Aluminiumriese Alcoa hat die US-Quartalsberichtssaison mit einer positiven Überraschung eingeläutet. Das Unternehmen des ehemaligen Siemens-Chefs Klaus Kleinfeld hat mit einem Gewinn von 0,10 Dollar je Aktie die Konsensschätzungen der Analysten um 13 Cent übertroffen. Der Umsatz kletterte gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 0,8 Prozent auf 6,01 Milliarden Dollar, was ebenfalls über den Analystenschätzungen von 5,75 Milliarden Dollar liegt. Die Zahlen gelten wegen der breiten Verwendung von Aluminium als eine Art Indikator für die gesamte Wirtschaft. Die Autoindustrie setzt das leichte Metall etwa für Motorblöcke ein, die Flugzeughersteller bauen daraus Rumpf und Tragflächen. Nach Angaben von CEO Kleinfeld sind die Steigerungen gegenüber dem Vorquartal vor allem auf starke Verbesserungen bei der Produktion in allen Geschäftsbereichen, einem besseren Marktumfeld und auf eine höhere Nachfrage zurückzuführen.

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Der Aluminiumkonzern bestätigte seine Prognose für das Jahr 2012 von einem Anstieg der Aluminiumnachfrage von 7,0 Prozent, nachdem die Nachfrage im Vorjahr um 10 Prozent zulegen konnte. Zusätzlich rechnet das Unternehmen damit, dass es wegen der Knappheit an dem Metall in 2012 zu Lieferengpässen kommen kann. Weiter erhöhte das Unternehmen seine Wachstumsprognose für den Bereich Luftfahrt um 3,0 auf 13 bis 14 Prozent. Für die Automobilsparte erwartet der Aluminiumriese Wachstumsraten von 3,0 bis 7,0 Prozent. "Das wirtschaftliche Umfeld bleibt weiterhin herausfordernd, aber wir sind darauf besser vorbereitet denn je", so CEO Kleinfeld.

Die Aktie steigt nachbörslich aktuell um 5,4 Prozent auf 9,82 Dollar.