Frankfurt (BoerseGo.de) – Die Analysten der Commerzbank gehen in ihrer Studie „Rohstoffe kompakt Industriemetalle“ davon aus, dass der Aluminiummarkt im laufenden Jahr weiterhin einen Angebotsüberschuss aufweisen wird. Man rechnet damit, dass es in den nächsten Monaten umfangreiche Produktionskürzungen auf globaler Ebene geben wird. Während in vielen Regionen die Produktion gedrosselt wird, werden vor allem im Mittleren Osten Kapazitäten aufgebaut. Eine deutliche Verringerung des Angebots wird so verhindert.

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    Brook Hunt erwartet im laufenden Jahr einen globalen Angebotsüberschuss von 1 Million Tonnen. Der politische Druck Arbeitsplätze zu erhalten, trägt in China zu einer Steigerung der Überproduktion bei. Der größte chinesische Aluminiumproduzent Chinalco rechnet dieses Jahr mit einer Steigerung der chinesischen Aluminiumproduktion um 10,5 Prozent auf 21,5 Millionen Tonnen. Der Verbrauch soll zugleich nur um 6,6 Prozent zulegen, so dass das Angebot die Nachfrage um 200.000 Tonnen übersteigen soll.

    Aluminium notiert aktuell bei 2.307 US-Dollar je Tonne. Viele Hersteller machen erst ab einem Niveau von 2.400 US-Dollar einen Gewinn. Nach Berechnungen von Bloomberg sollen unter einem Preisniveau von 2.300 US-Dollar je Tonne etwa 25 Prozent der weltweiten Produktion unrentabel sein. Unter 2.000 US-Dollar sollen 50 Prozent der Produktionsanlagen mit Verlust arbeiten.

    Laut dem chinesische Datenanbieter Shanghai Metals Market machen die chinesischen Produzenten seit Mitte Oktober Verluste. Diese betragen aktuell rund 95 US-Dollar je Tonne.

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    Knock-Out-Produkte zu Aluminium

    WKN Strike KO Bid Ask Hebel Fälligkeit
    AA8F1F 1.063,50 $ 1.221,00 $ 0,73 0,75 2,15 open end
    AA51UX 2.715,71 $ 2.313,00 $ 0,55 0,75 2,82 open end