New York (BoerseGo.de) - Die bevorstehende Verlängerung von Vermögenskäufen durch die Federal Reserve wird voraussichtlich mit einem Ende des Bullenmarkts für 30jährige US-Staatsanleihen einhergehen. Davon geht gemäß einem Bericht von Bloomberg der leitende Manager des weltgrößten Anleihe-Investmentfonds Pacific Investment Management Co. (Pimco) aus. Durch eine mögliche Emission in Billionenhöhe werde die Stimmung unter den Anleiheinhabern getrübt. Gleichzeitig gebe es dann einen realen Inflationsfaktor. In diesem Fall komme es in den Kursen der Anleihen zur Vorstellung nach höheren Jahresrenditen. Dadurch gebe es zunächst einen Impuls nach oben, aber letztendlich stößt der Markt auf einen toten Punkt, an dem die Kurse den Aufwärtstrend beenden. Wenn der Markt einmal bei seinem Bestimmungsort angekommen ist und Renditen von nahe Null anbietet und Anleiheinhaber ihre Kassen aufgrund von Inflation sowie negativen realen Zinsen zu füllen beabsichtigen steht das Ende des großen Bullenmarkts für 30jährige Staatsanleihen bevor. Dann müssten sich Anleihen-und Aktienfondsmanager an ein neues Umfeld anpassen.

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“Wir befinden uns anhand der öffentlichen Eingeständnisse von Notenbank-Gouverneuren in einer Liquiditätsfalle, innerhalb derer wegen fehlender Konsumnachfrage nicht einmal ein über quantitative Geldlockerung bereit gestelltes Billionen Dollar-Volumen zur Stimulierung der Kreditvergabe führt. Eine Flucht aus einer solchen Liquiditätsfalle dürfte unmöglich sein. Die Situation lässt sich in etwa mit dem in einem schwarzen Loch gefangenen Licht vergleichen. Falls über die quantitative Geldlockerung eine Ankurbelung der Konjunktur misslingt und dadurch keine 2 Prozent-Inflation entsteht und sich die Arbeitslosigkeit nicht auf historisch normale Niveaus zurück bildet wird die Rückkehr zu einem Aufschwung nur auf sehr schmerzhafte Weise vonstatten gehen”, heißt es weiter von Gross im Rahmen von dessen monatlichen Investmentausblicks.