Frankfurt (BoerseGo.de) - Schwache US-Arbeitsmarktdaten und die Unsicherheit vor den Wahlen in Frankreich und Griechenland haben die Anleger am Freitag in den sicheren Hafen der Bundesanleihen getrieben. Der Bund-Future markierte mit 142,13 Punkten ein neues Allzeithoch. Entsprechend rutschte die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erstmals unter die Marke von 1,60 Prozent und damit auf ein Rekordtief.

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Sorgen vor einer erneuten Zuspitzung der europäischen Schuldenkrise führen zu der höheren Risikoaversion der Marktteilnehmer. Gestützt wird der Anleihemarkt aber auch von der gestiegenen Liquidität im europäischen Finanzsystem, nachdem die EZB seit Dezember zwei dreijährige Refinanzierungsgeschäfte für die Banken durchgeführt hat.

Die Experten der Nord/LB rechnen indes mit einer baldigen Korrektur. "Wir halten die aktuellen Renditeentwicklungen für überzogen und rechnen in den kommenden Monaten mit einem – wenn auch leichten – Renditeanstieg", heißt es in einem aktuellen Marktkommentar.