Berlin (BoerseGo.de) - Die Bundesregierung will Griechenland weiter im Euro halten. "An diesem Ziel hat sich nichts verändert", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Die Vereinbarungen mit den internationalen Geldgebern, die weitere massive Einsparungen vorsehen, könnten aber nicht nachträglich gelockert werden. Zu den vereinbarten Einsparungen sehe die Bundesregierung keine Alternative.

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Auch der Sprecher des Finanzministeriums, Martin Kotthaus, bestätigte die Bemühungen der Bundesregierung, Griechenland in der Währungsunion zu halten. "Wir bemühen uns mit aller Kraft, Griechenland in der Eurozone zu halten“, sagte Kotthaus. Griechenland könne aber erst mit weiteren Hilfen von EU und IWF rechnen, wenn die Troika die Einhaltung des Sparkurses bestätigt habe.

Griechenland muss bis Juni mindestens 11,5 Milliarden Euro zusätzlich einsparen, um weitere Hilfen zu erhalten. Dies scheint wegen der schwierigen politischen Ausgangslage nach der Parlamentswahl am vergangenen Sonntag aber schwierig. Unabhängig von weiteren Einsparungen hatte der Euro-Rettungsfonds am Donnerstag noch den größten Teil einer Kredittranche an Griechenland ausbezahlt, die bereits vor Wochen von der Troika genehmigt worden war. An Griechenland flossen 4,2 Milliarden Euro von insgesamt 5,2 Milliarden Euro. Ein Teilbetrag von einer Milliarde Euro wurde zunächst zurückgehalten, da dieser nicht vor Juni benötigt wird. Das Geld soll abhängig vom Finanzbedarf Griechenlands überwiesen werden.

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