Frankfurt (BoerseGo.de) - Der deutsche Aktienmarkt bleibt in der Erholungsspur und folgt damit den übrigen Börsen Europas und Asiens. Die Berichtssaison nimmt jetzt auch in Europa volle Fahrt auf. Die europäischen Unternehmen, von einigen unglückseligen Ausrutschern abgesehen, machen es ihren Vorbildern in den USA und Asien nach und schlagen ebenfalls die Erwartungen der Analysten. Außerdem zeigen die Konjunkturindikatoren, dass die weltweite Rezession jetzt zu Ende geht.

    Anzeige

    Der DAX lässt sich daher momentan wenig davon beirren, das gleich einer Reihe seiner Mitglieder heute zu den unglückseligen Ausrutschern zählt. Der Blue Chip Index avanciert dennoch zur Mittagsstunde 0,6 Prozent auf 5.299 Punkte.
    Trotz der Erholung bei Aktien und in der Weltwirtschaft steht der Blue Chip Index aber immer noch deutlich unter den Niveaus, die er kurz vor dem Lehman Zusammenbruch hatte, als mitten in der Rezession, nämlich rund 6.500 Punkte. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

    Spitzenreiter ist momentan Volkswagen. Der Autoriese vermied einen Rückfall in die Verlustzone und schnitt besser ab als befürchtet. Analysten verweisen auf den Erfolg der Abwrackprämie, die den Absatz zahlreicher Marken der Wolfburger ankurbelte.
    Die Deutsche Post bekommt anscheinend bereits Vorschusslorbeeren für die anstehenden Q2-Zahlen.
    Gefragt sind auch wieder konjunktursensible Aktien ( „Zykliker“) wie ThyssenKrupp oder Salzgitter.

    Der Ausrutscher der Tages ist BASF. Der Chemiegigant erlitt einen Gewinnrückgang um 74 Prozent. Für das Gesamtjahr äußert sich das Management skeptisch.
    Zu den Enttäuschungen des Tages gehört auch Siemens. Dort fielen Gewinn- und Umsatzrückgang anscheinend heftiger aus als befürchtet.
    Auch bei MAN kommen die Q2-Zahlen nicht gut an.

    Der Top des MDAX ist die GEA Group, gefolgt von Hugo Boss. Beide profitieren wohl von der Aufhellung der Konjunktur. Auch der gestern noch für seine Q2-Zahlen abgestrafte Verkehrstechnikkonzern Vossloh ist heute schon wieder gefragt. Ausrutscher werden anscheinend nicht lange nachgetragen.

    Wacker Chemie zählt dagegen zur Liste der Ausrutscher und verstimmte ebenfalls mit schwachen Q2-Zahlen.

    Der TecDax wird wieder von den üblichen Verdächtigen angeführt, nämlich Smartrac, einem führenden Lieferanten von RFID (Radio Frequency Identification)-Komponenten und dem DSL-Anbieter QSC. Beide Papiere zählen schon seit Monaten zu den Lieblingen der Anleger.

    ANZEIGE
    Knock-Out-Produkte zu DAX

    WKN Strike KO Bid Ask Hebel Fälligkeit
    CC3Y0M 8.740,00 Pkt. 8.740,00 Pkt. 3,34 3,35 30,44 21.11.2014
    CC3XMA 8.438,45 Pkt. 8.530,00 Pkt. 6,23 6,24 16,53 open end
    CF8V3Z 7.500,00 Pkt. 7.500,00 Pkt. 15,75 15,76 6,06 19.12.2014
    CF91LN 10.434,80 Pkt. 10.434,80 Pkt. 13,77 13,78 6,32 open end
    CC3CAS 9.525,00 Pkt. 9.525,00 Pkt. 4,71 4,72 16,29 20.03.2015
    CC3E7R 9.340,00 Pkt. 9.340,00 Pkt. 2,68 2,69 31,26 19.12.2014