Düsseldorf (BoerseGo.de) - Die deutsche Stahlindustrie könnte ihren Tiefpunkt möglicherweise bald erreicht haben. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl teilte am Donnerstag mit, dass die Bestellungen im Juli gegenüber dem Vorjahreswert um 2,1 Prozent rückläufig waren. Der Rückgang der Auftragseingänge könne aber an Dynamik verlieren, da die Lagerbestände bei den Händlern und den verarbeitenden Betrieben sehr niedrig sind.

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"Eine weitere deutliche Abwärtsbewegung im Bestelleingang ist derzeit nicht zu erwarten. Eine deutliche Belebung der Stahlkonjunktur setzt aber voraus, dass die Politik die Euro-Staatsschuldenkrise als lösbar erscheinen lässt“, so der Pressetext des Verbands.

In der gesamten Branche lagen die Bestellungen der Stahlkunden von Januar bis Juni um fünf Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Letztes Jahr wurden noch 44,3 Millionen Tonnen Stahl produziert. Eine Prognose für 2012 wollte der Verband noch nicht abgeben.