Frankfurt (BoerseGo.de) - Russland dreht den Gashahn zu - ein Schock für viele Verbraucher. Für Investoren ist der russische Vertragsbruch aber ein Anlass, neue Strategien zu überdenken. Der Erdgas-Konflikt verdeutlicht wieder, wie groß der Bedarf an Alternativen ist. Aus der Sicht der Anleger rückt das Erdgas-Problem daher wieder das Thema alternative Energiequellen ins Visier, vor allem Wind- und Sonnenenergie. Wer bequem und kostengünstig daran partizipieren will, kann dies am besten über einen ETF tun, den man an der Börse wie eine Aktie kaufen oder verkaufen kann.

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    An der Wall Street legte der Finanzdienstleister First Trust Advisors L.P. bereits einen ETF zum Thema Windenergie auf, nämlich den First Trust ISE Global Wind Energy Index Fund. Leider wird das Produkt nicht an europäischen Börsen gehandelt.

    Breites Spektrum

    Für deutsche Anleger gibt es verschiedene ETFs, die die alternativen Energieträger bündeln. Dazu zählt etwa ein Produkt von dem ETF-Anbieter Lyxor, einer Tochter der Société Générale Group:

    Lyxor ETF New Energy (WKN: LYX0CB, ISIN: FR0010524777)

    Der ETF bildet den WAEX-Index (World Alternative Energy Index, kapitalisierungsgewichtet) nahezu eins zu eins ab. Der Index setzt sich aus Aktien zusammen, die auf den europäischen, amerikanischen und asiatischen Märkten notiert werden. Die Schwerpunkte liegen auf Erneuerbaren Energien (Sonne, Wind, Biomasse), Energieeffizienz (bessere Nutzung der Energiequellen, vor allem durch Stromzähler und Supra-Leiter) und Dezentralisierung der Energieversorgung (verbrauchernahe Energieerzeugung, vor allem durch Mikro-turbinen und Brennstoffzellen). Aus jedem dieser Geschäftsfelder kommen maximal 10 Werte.

    Der ETF ist damit sehr breit gestreut, deckt also ein weites Spektrum ab und kann somit kaum einen Trend verpassen. Das ist ein Vorteil, weil der technische Fortschritt ständig Haken schlägt und niemand im vorhinein weis, welche Richtung er einschlägt.

    Die Verwaltungsgebühr von 0,6 Prozent wird jährlich von der Performance, der im Fonds investierten Aktien abgezogen.

    Saubere Energie

    Alternativ gibt es auch den vom britischen Finanzkonzern Barclays aufgelegten:

    iShares S&P Global Clean Energy ( WKN A0M5X, ISIN: DE000A0M5X10)

    Der dort zugrunde liegende Index (S&P Global Clean Energy Index) umfasst Aktien der 30 größten börsennotierten Unternehmen aus diesem Sektor. 35 Prozent der Unternehmen produzieren saubere Energieformen wie Wind- oder Solarkraft, die restlichen 65 Prozent stellen Anlagen und Technologie für diesen Industriezweig her.

    Die jährliche Verwaltungsgebühr beträgt 0,65 Prozent.