Die Schweizer Nationalbank (SNB) hat den Zinssatz für den Dreimonats-Libor heute erwartungsgemäß bei 0,00 bis 0,25 Prozent belassen. Auf absehbare Zeit werden in der Schweiz keine Inflationsrisiken gesehen. Die Inflationsrate wird 2012 mit minus 0,5 Prozent erwartet. Für 2013 und 2014 wird eine Inflation von 0,3 beziehungsweise 0,6 Prozent prognostiziert.

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Der Euro/Franken-Mindestkurs von 1,2000 soll weiterhin verteidigt werden. Man sei bereit, unbegrenzte Mengen an Devisen zu kaufen, um den Mindestkurs zu verteidigen. Der Franken sei weiter hoch bewertet. Eine Aufwertung werde man nicht erlauben, da dies schwerwiegende Folgen für die Preis- und Wirtschaftsentwicklung in der Schweiz hätte.

Die Risiken für die Schweizer Konjunktur wurden aufgrund der Eurokrise als außergewöhnlich hoch beschrieben. Im weiteren Verlauf des Jahres werde es zu einer deutlichen Verlangsamung der Wirtschaftsaktivität kommen. Dank des starken Winterhalbjahres geht die SNB für 2012 von einem Wachstum von rund 1,5 Prozent aus.

EUR/CHF notiert bei 1,2010 und hat auf den Entscheid kaum reagiert. Zuletzt gab es am 24. Mai eine größere Kursbewegung als der Kurs bis auf 1,2075 zulegte, wo auch der nächste größere Widerstand liegt.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

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