Der ehemalige Chefvolkswirt der Deutsche Bank, Thomas Mayer, hat in der Freitagausgabe der „Rheinischen Post“ vor einem Euro-Austritt Griechenlands gewarnt. Dies würde den Bankrott des Staates, der Banken und vieler Unternehmen bedeuten. Politische und soziale Krisen wären die Folge. Der Internationale Währungsfonds (IWF) würde in einem solchen Fall vermutlich die Kreditzahlungen an Griechenland beenden.

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    Um einen ungeordneten Bankrott zu vermeiden, müsse die EU weiterhin Geld für den Schuldendienst bereitstellen. Die Rekapitalisierung der Banken sollte vollendet werden, so die Empfehlung. Damit das Geld für die Rekapitalisierung bei den Banken ankommt, müssten die griechischen Banken in eine europäische Bad Bank überführt werden.

    Laut Mayer wird Griechenland nicht aus der Euro-Zone austreten. Das Land werde wohl auch bei einer Zahlungsunfähigkeit formal in der Euro-Zone bleiben. Dann sollte eine Parallelwährung eingeführt werden, was mit geringeren volkswirtschaftlichen Kosten verbunden wäre als ein kompletter Euro-Ausstieg, so die Meinung.

    EUR/GBP notiert bei 0,8123. Unterstützung liegt bei 0,7967 (Verlaufstief vom 30. Mai). Widerstand liegt bei rund 0,8200 (Hoch vom 1. Mai). Zuvor müsste die 0,8155 (Hoch vom 10. Juni) überwunden werden.

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

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