In den Streit zwischen Ungarn und der Europäischen Union (EU) über das umstrittene neue Notenbankgesetz kommt offenbar Bewegung. Wie die HSBC im heutigen Treasury Research berichtet, will die ungarische Regierung die Unabhängigkeit der Zentralbank nun doch gewährleisten.

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    Die Analysten gehen davon aus, dass in den kommenden Tagen eine Einigung mit Ungarn erzielt und dann die offizielle Aufnahme von Verhandlungen über Hilfskredite für das Land erfolgen wird. Bis es soweit sei, könnte sich der ungarische Finanzsektor als weiterhin anfällig erweisen, so die Meinung.

    Ungarn hat wie im Jahr 2008 Kredithilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) beantragt. Gespräche sind seitens des IWF bisher angelehnt worden, da laut Einschätzung der Europäischen Union (EU) in Ungarn die Unabhängigkeit der Notenbank, von Richtern, der Medien sowie der Datenschutzbehörde durch eine Reihe von Gesetzesänderungen gefährdet sind.

    EUR/HUF notiert bei 303,36 und hat sich die letzten drei Handelstage kaum bewegt. Das Allzeithoch bei 323,31 vom 5. Januar stellt den nächsten großen Widerstand. Unterstützung liegt im 300er Bereich, wo sich im Dezember 2011 ein Mehrfach-Boden gebildet hat.

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.