Das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Ewald Nowotny, kann derzeit keine Inflationsgefahren im Euroraum ausmachen. An den Kapitalmärkten würden langfristig stabile Preise erwartet, was sich an dem niedrigen Zinsniveau zeige, äußerte er am Wochenende gegenüber den „Vorarlberger Nachrichten“.

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    Ein größeres Problem sieht er in einer möglichen Deflation. Eine mit Japan vergleichbare Entwicklung mit einer sehr niedrigen oder keiner Inflation sei die größere Gefahr. Dass es wie in Japan so zu einem wirtschaftlich verlorenen Jahrzehnt komme, müsse verhindert werden.

    Die Mitarbeiter der EZB misstrauen dem Stabilitätsversprechen der EZB offenbar. Laut der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung haben sie vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) die Absicherung ihrer Pensionen gegen die Inflation gefordert.

    „Wir verstehen nicht, warum die Führung die Pensionen nicht gegen die Inflation schützen will. Wenn die Inflation niedrig bleibt, wie es der gesetzliche Auftrag der Notenbank vorsieht, dann würde ein Inflationsschutz über geeignete Finanzinstrumente keine allzu teure Angelegenheit werden“, äußerte die Personalvertretung der Zentralbanker.

    Der Euro notiert am Montagmorgen gegenüber dem US-Dollar im Bereich des Schlusskurses von Freitag und handelt bei 1,3017. Unterstützung liegt bei 1,2974 (Tief vom 16. Februar). Widerstand liegt bei 1,3212 (Hoch letzter Woche) und 1,3370, dem Hoch vom 3. April.

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

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