Frankfurt (BoerseGo.de) – Laut Einschätzung von Oliver Borgis, Leiter des Portfoliomanagements der Weberbank, ist die Berichtssaison in den USA bisher gut verlaufen. Im S&P 500 haben die Gewinne der Unternehmen, die bereits berichtet haben, im ersten Quartal um 11 Prozent zugelegt, erklärte der Experte gegenüber der Frankfurter Allgemeine Zeitung (Printausgabe vom Freitag). Der Konsens erwartete nur ein durchschnittliches Gewinnwachstum von 3 Prozent und wurde damit deutlich überboten.

Anzeige

In den USA sehe die Wirtschaftslage derzeit besser aus als in Europa. Der Konsum zeige sich recht robust, wenngleich der Arbeitsmarkt weiterhin eine anhaltende strukturelle Belastung darstelle. Man habe sich aber mittlerweile an die hohe Langzeitarbeitslosigkeit gewöhnt.

Die USA seien kein konjunkturelles Zugpferd mehr, würden aber derzeit die Rolle des guten Mitläufers einnehmen. Die Schuldenkrise sei eine Krise der Staaten und nicht der Unternehmen, weshalb die Gewinnentwicklung auch gut verlaufe, so die Aussage.