New York (BoerseGo.de) - Es kommt nicht allzu oft vor, dass der Ökonomieprofessor Jeremy Siegel und der für seine düsteren Prognosen bekannte Finanzexperte Marc Faber einer Meinung sind. Nun empfehlen aber beide, dass Anleger trotz der globalen Marktturbulenzen bei Aktien besser als bei Staatsanleihen aufgehoben sind. Faber meint, dass es bei den negativen Realzinsen bei Staatsanleihen keine große Alternative zu Aktien gäbe. Der Ökonomieprofessor Siegel ist seit einiger Zeit derselben Meinung. Er sagte, dass die Aktienmärkte nicht einmal steigen müssen, damit die Anleger Geld machen. Die Dividendenausschütten für sich seien Grund genug, um von Staatsanleihen in Aktien umzuschichten. "Es ist das erste Mal seit sechzig Jahren, dass Dividendengewinne die Renditen von längerfristigen Staatsanleihen übersteigen. Es ist das erste Mal seit sechzig Jahren, dass man keinen Anstieg der Aktienmärkte benötigt, um eine höhere Rendite als mit Staatsanleihen zu erzielen. Man muss sich nicht zu sehr um die Tagesgeschehnisse der Unternehmen sorgen, wenn das Unternehmen eine gute Dividendenhistorie aufweist. Die fallenden Rohstoffpreise, insbesondere Öl, sorgen für einen günstigen Nebeneffekt für Verbraucher und Investoren. "Bei einem langsamen Wirtschaftswachstum, ausbleibender Rezession, stagnierenden Gewinnen aber regelmäßigen Dividendenzahlungen sind Aktien immer noch eine sehr, sehr gute Geschichte", so Siegel. Er geht davon aus, dass die Weltwirtschaft weiterhin wachsen wird, wenn auch langsam. Er rief die Europäische Zentralbank dazu auf, die Einlagen bei größeren Banken zu garantieren, um auf diese Weise eine schwere Finanzkrise abzuwenden.

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Faber dagegen glaubt, dass die Dinge schlechter liegen, als es die Konjunkturdaten aufweisen. Er zeigt sich überzeugt, dass sich Europa aktuell in einer Rezession befindet. Außerdem gäbe es in China eine deutliche und gewichtigere Verlangsamung des Wachstums als es die offiziellen Statistiken nahelegen. Gegenwärtig zeige sich wahrscheinlich überhaupt kaum Wachstum, was die Nachfrage nach Industrierohstoffen dämpfe. Dies wiederum führe zu einer Verlangsamung der Produktion in den Ländern, welche diese Rohstoffe produzieren. Weiter meinte Faber, dass es gegenwärtig eine verhängnisvolle Spirale in der globalen Wirtschaft gäbe, was letztlich dazu führen werde, dass die Unternehmensgewinne in den USA enttäuschend ausfallen werden.

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