Louisville (BoerseGo.de) – Der Chef der regionalen Fed von St. Louis, James Bullard, hat am Donnerstag Informationen von Reuters zufolge eine Zerschlagung von JPMorgan Chase gefordert. Während einer Rede in einem Rotary-Club äußerte der Notenbanker, dass solche großen Geldhäuser nicht zu regulieren seien, wie der jüngste milliardenschwere Spekulationsverlust zeige. Er unterstütze daher den Präsidenten der Notenbank von Dallas, Richard Fisher, der bereits eine Aufspaltung der größten Kreditinstitute gefordert hat.

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    Laut dem Journalisten Gregory Zuckerman liegen die jüngsten Tradingverluste von JPMorgan aktuell bei 3 Milliarden US-Dollar und wachsen täglich an. Im „Wall Street Journal“ berichtete er davon, dass er erfahren hat, dass JPMorgan wahrscheinlich immer noch auf rund 90 Prozent der Positionen sitzt. JPMorgan habe sich in eine Trading-Group verwandelt und sei keine klassische Bank mehr, so die Aussage.

    US-Präsident Barack Obama hat einem Bericht der Zeitung zufolge auf eine strengere Bankenregulierung gedrängt und über das Präsidialamt seitens des Finanzministeriums eine strengere Regulierung gefordert. Derzeit wird noch an der Volcker-Regel gefeilt, die am 21. Juli in Kraft treten wird. Die US-Banken dürfen dann nicht mehr mit eigenem Kapital spekulieren.