New York (BoerseGo.de) - Nach Ansicht des Chefs der US-Federal Reserve Bank von St. Louis, James Bullard, besteht das Hauptrisiko für die US-Notenbank darin, ihre lockere Geldpolitik für einen zu langen Zeitraum beizubehalten. Ein zu langes Festhalten an der ultra-niedrigen Zinspolitik könnte die in den siebziger Jahren weltweit gemachte Erfahrung erneut zum Leben bringen, welche in dreizehn Jahren vier Rezessionen und gleichzeitig eine zweistellige Inflation und zweistellige Arbeitslosenquote einschloss. "Die Lektion war klar: Lasst nicht den Geist der Inflation wieder aus der Flasche kommen," so Bullard.

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    Gegenwärtig befindet sich die Fed in einer Phase der Zurückhaltung wegen der in den letzten neun Monaten besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten und dem Anstieg der Inflation in den letzten eineinhalb Jahren. Der beste Weg, um die Kommunikation der Fed mit dem Markt zu verbessern bestünde nach Ansicht von Bullard in der Nachahmung des vierteljährlichen Inflationsberichtes der Englischen Notenbank. Der jüngste Bericht dieser Notenbank umfasst 56 Textseiten und Charts über den wirtschaftlichen Ausblick.