Aspen (BoerseGo.de) – Der Präsident der regionalen Federal Reserve von Dallas, Richard Fisher, hat bei einer Rede in Aspen von einer unfairen Subvention der Großbanken gesprochen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Seiner Meinung nach profitieren die großen Kreditinstitute unverhältnismäßig von dem niedrigen Zinsumfeld. Die Banken würden übervorteilt werden, so der Wortlaut. Es sei eine Art unfaire Subvention zu beobachten.

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Laut Richard Fisher müssen die größten Kreditinstitute aufgespalten werden. Fisher hält es für schwierig bis unmöglich die ganz großen Player der Branche vernünftig zu regulieren. Zu den Instituten, die seiner Meinung nach in der jetzigen Form nicht weiter fortbestehen sollten, gehört auch J.P. Morgan. Das größte US-Geldhaus beherrschte jüngst mit einem Spekulationsskandal die Presse, wobei abschließend immer noch nicht klar ist wie viel Geld verloren gegangen ist. Schätzungen zufolge wurden zwischen vier und neun Milliarden US-Dollar verspekuliert.

Weiteren expansiven Schritten in den USA seitens der Geldpolitik erteilte Richard Fisher eine Absage. Es sei mehr als genug Geld im Wirtschaftskreislauf vorhanden. Die Wirtschaft sei mehr als ausreichend mit Geld versorgt. Aufgrund von möglichen Inflationsrisiken sollte man vielmehr an einem Ausstiegsszenario aus der Nullzinspolitik arbeiten, so die Empfehlung.