Washington D.C. (BoerseGo.de) - Der Präsident der regionalen Federal Reserve von Dallas, Richard Fisher, hat in einem Interview in Washington D.C. geäußert, dass seiner Auffassung nach keine weitere Lockerung der Geldpolitik in den USA nötig ist, berichtet Bloomberg. Bei ihm hätte sich noch kein Unternehmer über eine mangelnde Liquidität beklagt. Er sehe somit keine Anzeichen dafür, dass weitere Unterstützungsmaßnahmen der US-Notenbank benötigt werden.

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Eric Rosengren, der Präsident der Federal Reserve Bank von Boston, äußerte gestern, dass er eine erneute Lockerung der Geldpolitik (QE3) für denkbar hält, da er im aktuellen Jahr mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent rechnet und davon ausgeht, dass sich die Arbeitslosenquote vom aktuellen Niveau von 8,1 Prozent aus nicht mehr nennenswert verbessern wird.

Fisher sieht dies anders. Es befinde sich sehr viel Liquidität im System, weshalb er optimistischer sei als viele seiner Kollegen. Auch am Immobilienmarkt rechnet er mit einer Wende zum Besseren. Europa sei jedoch eine Quelle der Unsicherheit, wobei die Krise auch positive Aspekte habe. So würden die USA von den niedrigen Zinsen profitieren. Bezüglich der weiteren Inflationsentwicklung mache er sich derzeit keine großen Sorgen. Nicht zufriedenstellend sei jedoch weiterhin der schwache Stellenaufbau.