Washington D.C. (BoerseGo.de) - Der Präsident der regionalen US-Notenbank von Richmond, Jeffrey Lacker, hat sich am Freitag in einer schriftlichen Erklärung erneut ablehnend zu weiteren expansiven Maßnahmen der US-Notenbank Fed geäußert. Der am Mittwoch beschlossenen Verlängerung des Programms „Operation Twist“ steht er kritisch gegenüber, berichtet MarketWatch.

Anzeige

Die Verlängerung von Operation Twist erhöhe das Risiko eines deutlichen Anstiegs der Inflation, ohne dass sich dabei für die Wirtschaft substanzielle Vorteile ergeben, so die Meinung. Lacker hatte von den 12 Mitgliedern des Offenmarktausschusses der US-Notenbank als einziges Mitglied gegen die Verlängerung des Ende Juni auslaufenden Programms gestimmt.

Durch die Umschichtung kurzfristiger in langfristige Anleihen sollen die langfristigen Zinsen gedrückt werden. Bis Jahresende sollen Anleihen mit einer Laufzeit von sechs bis 30 Jahren gekauft werden. Zugleich werden Papiere mit einer Restlaufzeit von maximal drei Jahren verkauft. Die Fed hat für dieses Programm weitere 267 Milliarden US-Dollar freigegeben.

Laut Lacker sind auch keine nennenswerten positiven Effekte für die Beschäftigungslage zu erwarten. Langfristig werde stattdessen das Inflationsziel von rund 2,0 Prozent gefährdet. Ein Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik werde durch weitere expansive Maßnahmen nur noch schwieriger werden.