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    Berlin (BoerseGo.de) - Der Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer hält es nicht für ausgeschlossen, dass auch Italien bei seinen europäischen Nachbarn um finanzielle Hilfen bittet. "Es ist durchaus möglich, dass auch Italien die Staatengemeinschaft am Ende um Hilfe bittet", so Krämer gegenüber dem "Handelsblatt". Er rechne zwar damit, dass Italien es schaffen werde, sein Haushaltsdefizit in diesem Jahr auf weniger als drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu senken. "Aber der als Reformer angetretene Ministerpräsident Mario Monti hat den verkrusteten italienischen Arbeitsmarkt nicht wesentlich reformieren können", so der Ökonom weiter.

    Seiner Einschätzung nach dürften die Löhne in Italien weiter stärker zulegen als die Produktivität, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit des Landes weiter leiden werde. "Italien ist trotz gewisser Erfolge bei der Haushaltskonsolidierung ein wirtschaftlich angeschlagenes Land, das dringend Reformen bedarf. Aber der Reformwille der Regierung ist versandet", so Krämer.

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