New York (BoerseGo.de) - Nach Einschätzung des renommierten Aktienstrategen Dennis Gartman werden die schwachen US-Arbeitsmarktzahlen und eine Verschlechterung der US-Wirtschaft die US-Notenbank Fed dazu veranlassen, möglicherweise schon in diesem Monat eine erneute Lockerung der Geldpolitik (QE3) ins Leben zu rufen. Nach Einschätzung von Gartman fielen die US-Arbeitsmarktzahlen für den Monat Mai sehr enttäuschend aus, noch dazu wurden die Zahlen für März und April nach unten revidiert. "Die Fed hat glasklar gesagt, dass "QE3" weiter auf dem Tisch ist und zur Ausführung kommt, falls sich die wirtschaftlichen Umstände verschlechtern. Und jeder muss zugegeben, dass die Zahlen vom letzten Freitag eine Verschlechterung signalisieren", so Gartman. Der Finanzexperte glaubt, dass die Fed möglicherweise bereits im Rahmen ihres zweitägigen Treffens am 19. Juni oder dann beim nächsten Treffen am 31. August eine dritte Runde der Lockerung der Geldpolitik verkünden könnte. Die US-Notenbank will diese erneute Lockerung so weit wie möglich vor den Präsidentschaftswahlen durchführen, damit es nicht so aussieht, dass sie gegenüber der gegenwärtigen Regierung zuvorkommend handelt. Auch wenn er einräumt, dass eine weitere Lockerung der Geldpolitik der Fed und weitere langfristige Refinanzierungsgeschäfte durch die Europäische Zentralbank keine großen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben werden, hält er diese Schritte immer noch besser als Untätigkeit.

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Gartman sagte weiter, dass die Pläne der europäischen politischen Führer zur Reduzierung der Ausgaben schrecklich falsch liegen und dass sie stattdessen das Bankensystem der angeschlagenen Länder retten sollten. "Ich würde eher optimistisch als negativ sein, aber die europäischen Regierungen haben mich zu einer eher pessimistische Haltung gezwungen. Bis sie sich nicht besinnen und die Dummheit mit der Forderung nach Sparen stoppen, ihre Banken rekapitalisieren, Verbrauchern, Regierungen und Unternehmen etwas Zeit zum Durchatmen geben, solange muss man über die Zukunftsaussichten erschrocken sein", so Gartman. Er warnte, dass Gold bei der gegenwärtigen Lage seine Rolle als sicherer Hafen nicht erfüllen werde. Er legte den Investoren vielmehr nahe, in einer Warteposition zu verbleiben und Cash zu halten. "Es wäre eine gute Idee, für ein oder zwei Monate diese Haltung beizubehalten, bis der Tsunami von schlechten Wirtschaftsnachrichten vorbei ist. Er wird allerdings vorbeigehen, wie dies immer der Fall ist, aber in der Zwischenzeit ist die Lage sehr verwirrend", so Gartman.

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