New York (BoerseGo.de) - Einer Studie der Ratingagentur Fitch zufolge haben die großen US-Geldmarktfonds angesichts der Schuldenkrise in den vergangenen Monaten weiter Gelder von den europäischen Banken abgezogen und ihre Investitionen auf den niedrigsten Stand aller Zeiten reduziert. Stattdessen wurden Gelder verstärkt in die Märkte in Australien, Kanada und Japan umgeschichtet.

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Nur noch 8 Prozent ihrer gesamten Anlagen (umgerechnet 49 Milliarden US-Dollar) hatten die großen US-Geldmarktfonds Ende Juni in Europa investiert, was ein Allzeittief ist. Im Mai waren noch 33 Prozent der Gelder im Euroraum angelegt gewesen. Selbst auf dem Höhepunkt der Finanzkrise war der Prozentsatz deutlich höher. Damals waren 45,4 Prozent des Geldes in Europa investiert.

Der Geldmarkt ist für die Banken eine wichtige Finanzierungsquelle. Alleine seit Mai 2011 wurden die Aktiva im Euroraum um 80 Prozent reduziert. Bei den japanischen Banken wurde mit 11,8 Prozent erstmals ein größerer Anteil als im Euroraum deponiert.

Die Daten von Fitch erfassen die zehn größten Geldmarktfonds. Diese hatten im Juni insgesamt 614 Milliarden US-Dollar verwaltetet, was 44 Prozent des gesamten Vermögens der US-Geldmarktfonds von 1,39 Billionen US-Dollar entsprach.