Der britische Zentralbank-Chef Mervyn King hat sich am Dienstag bei einer Parlamentsanhörung in London besorgt über die Auswirkungen der Schuldenkrise auf die britische Wirtschaft gezeigt, berichtete Bloomberg. Die aus der Vertrauenskrise resultierende Eintrübung am Kapitalmarkt verschlechtere die Perspektiven für das Wachstum.

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Daher präferiere er derzeit weitere Anleihekäufe der britischen Notenbank. Auch eine Zinssenkung auf null sei denkbar, gab er zu Protokoll. Bei der letzten Notenbank-Sitzung präferierten Mervyn King und drei weitere Zentralbankmitglieder eine Ausweitung der Anleihekäufe. Die Mehrheit von fünf der neun Ratsmitglieder lehnte weitere Käufe jedoch ab, so dass sich Mervyn King nicht durchsetzen konnte.

Am Kapitalmarkt kursiert derzeit zunehmend die Erwartung, dass die Bank of England nochmals weitere expansive Maßnahmen ergreifen könnte, zumal dies der von King präferierte Schritt ist.

GBP/CHF notiert bei 1,5024 und ist weiter im Aufwärtstrend. Der Kurs deutet einen Test des Jahreshochs bei rund 1,5100 an. Eine stärkere Unterstützung stellt das Verlaufstief vom 15. Juni bei 1,4730.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.