Analysten zufolge könnte die Bank von England (BoE) weitere Liquidität bereitstellen. Laut dem Protokoll der Sitzung des britischen Zentralbankrats vom 1. und 2. August wollten mehrere Mitglieder unter anderem weitere Staatsanleihen aufkaufen, wobei dies die Mehrheit der Banker jedoch ablehnte. Zuletzt wurde das Kaufprogramm im Juli um 50 Milliarden Pfund auf 375 Milliarden Pfund aufgestockt, um der Konjunktur weiter auf die Sprünge zu helfen.

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    Der Notenbanker Paul Fisher hat gestern in einem Zeitungsinterview mit dem "Belfast Telegraph" erklärt, dass er und einige weitere Zentralbanker in weiteren Anleihekäufen derzeit ein probateres Mittel zur Konjunkturbelebung sehen als durch eine weitere Zinssenkung. Der Leitzins liegt aktuell bei rekordniedrigen 0,5 Prozent und wurde bei der letzten Sitzung der Bank of England einstimmig unverändert belassen.

    "Interessanterweise gab es keine Diskussion über eine Zinssenkung, was einige Analysten gefordert hatten. Wir glauben, dass man eher weitere Staatsanleihen aufkaufen wird, statt nochmal an der Zinsschraube zu drehen“, sagte James Knightley, Volkswirt bei ING Bank in London.

    GBP/USD notiert bei 1,5669. Widerstand liegt bei rund 1,5767 (Hoch vom 27. Juli) und 1,5738 (Hoch vom 19. Juli). Unterstützung liegt bei 1,5467 (Tief vom 26. Juli) und 1,5388 (Verlaufstief vom 12. Juli).

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.