Die britische Arbeitslosenquote lag im Zeitraum von März bis Mai bei hohen 8,1 Prozent, was aber dennoch das niedrigste Niveau seit der Periode von Mai bis Juli 2011 war. Die Experten der HSBC (Der Markt heute) glauben trotz der bevorstehenden Olympischen Spiele nicht an eine Wende zum Besseren. Die Analysten befürchten, dass die Quote 2012/2013 in Richtung 8,5 Prozent laufen könnte.

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Mit einer Ausweitung des Ankaufprogramms von Staatsanleihen seitens der Bank of England wird nur noch bei extremen Verwerfungen auf dem Finanzmarkt gerechnet. Diesen Schluss ziehen die Analysten aus dem Sitzungsprotokoll des letzten Treffens der Währungshüter vom 5. Juli. Von den neun Notenbankern wollten sieben eine Ausweitung der Assetkäufe um 50 auf 375 Milliarden GBP.

Zwei Banker lehnten die Ausweitung ab, so dass es erstmals seit dem November 2009 bei der Ausweitung der quantitativen Maßnahmen keinen Konsens mehr gab. Zwar hielten alle Notenbankvertreter geldpolitische Stimulierungsmaßnahmen für nötig, die zwei Abweichler waren jedoch der Auffassung, dass zukünftig eher Maßnahmen für günstigere Unternehmenskredite und billigere Kredite an Privathaushalte ergriffen werden sollten.

GBP/USD notiert bei 1,5694. Widerstand liegt bei 1,6300 (Hoch vom 30. April). Zuvor müsste das Hoch vom 20. Juni bei 1,5775 überwunden werden. Unterstützung liegt bei 1,5266 (Tief vom 1. Juni).

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.