Der Preisdruck bei den britischen Verbraucherpreisen hat sich im Juni weiter abgeschwächt. Bei den Einzelhandelspreisen zeigte sich ebenso eine leicht nachlassende Dynamik des weiterhin vorhanden Preisauftriebs, wie das britische Statistikamt am Dienstag berichtete.

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    Auf Jahressicht gab es bei den Verbraucherpreisen einen Anstieg um 2,4 Prozent, nach 2,8 und 3,0 Prozent in den beiden Monaten zuvor. Der Konsens lag bei 2,7 Prozent und konnte unterboten werden. Der Wert ist der niedrigste seit November 2009. Gegenüber dem Vormonat sanken die Preise um 0,4 Prozent. Der Verbraucherpreisindex liegt nun bei 122,3 Punkten. Das Jahr 2005 wurde dabei mit 100 Punkten als Basis angesetzt.

    Die Einzelhandelspreise stiegen im Jahresvergleich um 2,8 Prozent, nach 3,1 und 3,5 Prozent in den beiden Vormonaten. Der Konsens lag bei 3,0 Prozent. Der Einzelhandelspreisindex lag bei 241,8 Punkten, wobei das Jahr 1987 mit 100 Zählern angesetzt wurde. Das zentrale Inflationsziel der Bank of England liegt wie bei der EZB bei 2,0 Prozent und soll laut den Währungshütern bald wieder erreicht werden.

    GBP/USD notiert bei 1,5640. Widerstand liegt bei 1,6300 (Hoch vom 30. April). Zuvor müsste das Hoch vom 20. Juni bei 1,5775 überwunden werden. Unterstützung liegt bei 1,5266 (Tief vom 1. Juni).

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.