Das britische Pfund ist am Freitag gegenüber dem Euro und dem US-Dollar unter Druck geraten, nachdem der britische Notenbankchef Mervyn King am Donnerstag eine weitere geldpolitische Lockerung in Aussicht gestellt hat. Der verschlechterte wirtschaftliche Ausblick und die Zuspitzung der Eurokrise könnten laut King weitere Maßnahmen der Bank of England (BoE) erforderlich machen, berichtet Bloomberg.

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Demnach soll die Kreditvergabe an den Privatsektor durch die Bereitstellung zusätzlicher Liquidität angekurbelt werden. Zudem könnte die Notenbank ihre Notfall-Liquiditäts-Hilfe aktivieren. Analysten halten es auch für denkbar, dass das Anleihen-Kaufprogramm im Wert von 325 Milliarden Pfund nochmals aufgestockt werden wird.

"Mervyn King scheint besorgt zu sein. Die Wahrscheinlichkeit für eine weitere quantitative Lockerung der Geldpolitik ist größer geworden", sagte Simon Hayes, Volkswirt bei Barclays Capital.

GBP/USD notiert bei 1,5495. Widerstand liegt bei 1,5600 (Hoch vom 13. Juni). Unterstützung liegt bei 1,5266 (Tief vom 1. Juni).

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.