Frankfurt (BoerseGo.de) – Der World Gold Council hat gestern die eigene Einschätzung wiederholt, wonach die Goldkäufe der Zentralbanken in diesem Jahr das Niveau aus dem Vorjahr von 456 Tonnen übertreffen sollen. Die Währungshüter würden damit dann das dritte Jahr in Folge als Nettokäufer am Markt auftreten und dem Markt etwas vom Angebot entziehen.

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    Laut der Commerzbank (TagesInfo Rohstoffe) steht heute die Sitzung der US-Notenbank Fed im Mittelpunkt des Interesses. Die Analysten erwarten nicht, dass es zu „QE3“ kommen wird. Stattdessen werden kleinere Aktionen wie die Fortsetzung des Programms „Operation Twist“ erwartet. Dabei werden im Anleiheportfolio kurzfristige durch langfristige Anleihen ersetzt, was die langfristigen Zinsen drückt.

    Sollten die Erwartungen der Marktteilnehmer jedoch enttäuscht werden und überhaupt keine Maßnahmen beschlossen werden, so erwarten die Experten, dass der Goldpreis kurzfristig unter Druck kommen könnte. Mittel- bis langfristig geht man aber weiterhin von steigenden Goldpreisen aus.