Frankfurt (BoerseGo.de) – Laut den Experten der DekaBank (Volkswirtschaft Rohstoffe) gab es lange einen inversen Zusammenhang zwischen der Netto-Positionierung der Goldspekulanten und den US-Realzinsen. Sobald die Realzinsen sanken, spekulierten die nicht-kommerziellen Goldanleger stärker auf steigende Goldpreise, was dann zu einem Kursplus führte.

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    Seit einigen Quartalen sei jedoch zu beobachten, dass fallende oder negative Realzinsen nicht mehr mit einem Ausbau der Netto-Long-Positionen der Spekulanten einhergehen. Der langfristige Zusammenhang zwischen den Realzinsen und der Positionierung der Goldspekulanten ist laut den Experten durch die Finanzmarktkrise temporär unterbrochen. Eventuell sei ein Teil der nicht-kommerziellen Goldhändler derzeit mit strengeren Finanzierungsbedingungen konfrontiert und habe deshalb Risikopositionen reduziert.

    Die nachlassenden Aufwärtsimpulse durch die Spekulanten wurden in den letzten Quartalen jedoch durch eine hohe physische Nachfrage nach Münzen und Barren und durch die Nachfrage der Notenbanken kompensiert, so dass der Preis dennoch nicht gefallen ist.

    Ein starker Rückgang der Preise sei derzeit unwahrscheinlich. Weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen könnten sich dagegen als Kurstreiber erweisen. Im Jahresdurchschnitt 2013 rechnet man daher mit einem Niveau von 1.700 US-Dollar.

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