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    Frankfurt (BoerseGo.de) – Jüngsten Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge haben zahlreiche Zentralbanken den Goldpreisrückgang genutzt, um im Mai ihre Goldreserven weiter aufzucken. So haben Russland, die Türkei, die Ukraine und Kasachstan zusammen rund 25 Tonnen Gold erworben. „Der Trend zur Diversifizierung der Währungsreserven dürfte sich im weiteren Jahresverlauf fortsetzen und der so genannte offizielle Sektor einer der wesentlichen Nachfrager nach Gold bleiben“, schreiben die Rohstoffanalysten der Commerzbank im heutigen „TagesInfo Rohstoffe“.

    Dass Gold dennoch nachgebe, führe der World Gold Council (WGC) auf desinflationäre Tendenzen zurück, heißt es weiter. Nachdem die Erwartungen hinsichtlich koordinierter Zentralbankmaßnahmen merklich abgenommen hätten, sei dem WGC zufolge Gold verkauft worden, um Liquidität zu schaffen. Für das zweite Halbjahr erwarte der WGC einen deutlich stärkeren Goldmarkt, so die Commerzbank.