New York (BoerseGo.de) – Die Hedgefonds haben in der letzten Woche ihre bullischen Wetten auf steigende Rohstoffpreise aufgrund der Abschwächung der Weltkonjunktur weiter zurückgefahren. Der Positionsabbau fand dabei auf breiter Basis statt, berichtet Bloomberg am Montag.

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    Bei zahlreichen Rohstoffen waren die Experten, was die Aussichten auf Kurssteigerungen betrifft, so skeptisch wie seit Januar nicht mehr. Bei Gold, Silber, Kupfer, Heizöl und Mais wurden die niedrigsten Longbestände des Jahres vermeldet. Der Standard & Poor’s GSCI Index, der die Wertentwicklung von 24 Rohstoffen erfasst, sank alleine im Mai um 13 Prozent.

    Die Hedgefonds und Vermögensverwalter haben in 18 US-Futures und Optionen in der Woche zum 29. Mai zusammen eine Netto-Longposition von 620.715 Kontrakten besessen. Die Anzahl der Kontrakte, die Wetten auf steigende Rohstoffpreise verbriefen, ist gegenüber der Vorwoche um 8,1 Prozent gesunken. Im Mai sank der Wert damit um insgesamt 26 Prozent.

    "Die Rohstoffe erhalten derzeit eine ordentliche Tracht Prügel. Die globalen makroökonomischen Unsicherheiten haben die Anleger verschreckt“, sagte Chad Morganlander, Manager beim Vermögensverwalter „Stifel Nicolaus & Co.“. Das Haus verwaltet 115 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten.