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Die wichtigsten Meldungen des Tages:

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Notenbanken bereiten sich auf Griechenland-Ernstfall vor

Die wichtigsten Notenbanken der Welt bereiten sich offenbar auf mögliche Marktturbulenzen nach der Wahl in Griechenland am kommenden Sonntag vor. Weltweit stünden die wichtigsten Zentralbanken für eine konzertierte Aktion zur Stabilisierung der globalen Finanzmärkte bereit, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. EZB-Präsident Mario Draghi habe angekündigt, "weiter Liquidität an kreditwürdige Banken" bereitzustellen, wenn dies notwendig sei. Auch die Finanzminister der Eurozone wollen sich am Sonntagabend für eine mögliche Telefonkonferenz bereithalten.

Uni-Michigan-Konsumklima rückläufig

Der US-Konsumklimaindex der Uni Michigan ist im Juni nach vorläufigen Angaben auf 74,1 Punkten gesunken. Erwartet wurde ein Wert von 77,5 Zählern, nach 79,3 Punkten im Vormonat.

US-Industrieproduktion sinkt überraschend

Die US-Industrieproduktion ist im Mai überraschend gesunken. Gegenüber dem Vormonat verringerte sich die Produktion um 0,1 Prozent, während die Volkswirte mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet hatten. Im Vormonat hatte sich die Produktion noch um revidiert 1,0 Prozent (ursprünglich 1,1 Prozent) erhöht. Die Kapazitätsauslastung sank von 79,2 Prozent im April auf 79,0 Prozent im Mai. Volkswirte hatten für Mai mit 79,2 Prozent gerechnet.

USA: Empire State Index sinkt im Juni unerwartet deutlich

Die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe im Bundesstaat New York hat sich im Juni unerwartet deutlich eingetrübt. Der Empire State-Index fiel von 17,1 Punkten im Mai auf 2,3 Zähler im Juni, wie die New Yorker Federal Reserve am Freitag mitteilte. Damit notiert der Indikator aber immer noch über der Schwelle von null Punkten, die eine Stagnation im verarbeitenden Gewerbe signalisiert. Volkswirte hatten nur mit einem Rückgang auf 14,0 Punkte gerechnet. Der Index gilt als wichtiger Frühindikator für die Entwicklung der US-Industrie.

Pkw-Neuzulassungen schrumpfen weiter

Die Pkw-Neuzulassungen in der EU sind im Mai den achten Monat in Folge zurückgegangen. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Verkäufe um 8,7 Prozent auf rund 1,11 Millionen Fahrzeuge, teilte der europäische Branchenverband ACEA am Freitag mit. Am deutlichsten gingen die Verkäufe in Frankreich (minus 16,2 Prozent), Italien (minus 14,3 Prozent), Spanien (minus 8,2 Prozent) sowie Deutschland (minus 4,8 Prozent) zurück. Als einziger der großen Automärkte verbuchte Großbritannien einen Zuwachs um 7,9 Prozent. Die deutschen Autohersteller verzeichneten vergleichsweise geringe Verkaufsrückgänge.

EWU-Handelsbilanzüberschuss überraschend hoch

Der Handelsbilanzüberschuss der Eurozone ist im April überraschend hoch geblieben. Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag mitteilte, lag das saisonbereinigte Plus im April bei 6,2 Milliarden Euro. Analysten waren von einem Rückgang auf 4,2 Milliarden Euro ausgegangen. Im März hatte das Saldo noch bei revidiert plus 4,3 Milliarden Euro gelegen.

Brüderle: Griechenland muss Sparauflagen einhalten

Die schwarz-gelbe Regierungskoalition beharrt weiter darauf, dass Griechenland seine Sparverpflichtungen einhält. Sollte Griechenland die Auflagen nach den Wahlen am Sonntag einseitig aufkündigen, müsste das Land wohl den Euro verlassen, deutete FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle im ZDF an. "Ich glaube, es geht nicht anders, denn Verträge können nicht beliebig gebrochen werden“, sagte Brüderle. Europa habe die Hand weit ausgestreckt, jetzt müsse Griechenland "vertragstreu" sein. Die Entscheidung, ob Griechenland im Euro bleibe, müssten aber allein die Griechen treffen. Bei der Wahl am Sonntag gebe es eine "klare Alternative". Für Griechenland sei es der bessere Weg, die Reformen umzusetzen und im Euro zu bleiben.

Moody\'s stuft niederländische Großbanken herab

Die Ratingagentur Moody’s hat die Bonität von vier niederländischen Großbanken um zwei Stufen gesenkt. Die Institute seien von der Schuldenkrise in Europa, der Rezession im eigenen Land sowie den sinkenden Preisen der niederländischen Immobilien schwer belastet, hieß es am Freitag in der Begründung. Somit sei die Kreditwürdigkeit langfristiger Schulden der ING und der ABN Amro um zwei Stufen auf „A2“ gesenkt worden, die der Rabobank ebenfalls um zwei Noten auf „AA2“ und die der LeasePlan um zwei Stufen auf „BAA2“. Den Ausblick setzte Moody’s allerdings nur bei einer der Banken – der ING – auf negativ. Die Kurzfristratings sind nicht von den Abstufungen betroffen.

FDA ermittelt gegen Fresenius Medical Care

Die US-Gesundheitsbehörde FDA ermittelt einem Medienbericht zufolge gegen den Dialyse-Konzern Fresenius Medical Care (FMC). Wie die „New York Times“ (NYT) am Donnerstag berichtet, wird dem größten Betreiber von Dialyse-Zentren der USA vorgeworfen, eine Warnung vor erhöhtem tödlichem Risiko zu einem ihrer Dialyse-Produkte nur an die eigenen Dialyse-Zentren weitergegeben zu haben. Die FDA vermutet, dass dadurch nationales Recht verletzt wurde, wie die NYT unter Berufung auf einen Behörden-Vertreter berichtete.

Carrefour zieht sich aus Griechenland zurück

Dem französischen Einzelhandelskonzern Carrefour wird es zu heiß in Griechenland. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, verkauft es seinen Anteil an dem griechisch-zyprischen Joint Venture Carrefour Marinopoulos an die Marinopoulos-Gruppe. Für seinen Anteil bekommt der größte europäische Einzelhändler schätzungsweise 220 Millionen Euro – zum Großteil nicht in bar.

Die wichtigsten Meldungen der Vorbörse können Sie hier nachlesen Jandaya Wake Up Call: das Wichtigste der Vorbörse

Den aktuellen Beitrag von Jandaya TV können Sie hier aufrufen: Ex-Chefvolkswirt der Deutschen Bank hält Grexit für unwahrscheinlich

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