New York (BoerseGo.de) - Microsoft hat im vierten Quartal aufgrund einer hohen Wertberichtigung erstmals seit dem Jahr 1986 wieder einen Verlust eingefahren. Für den Online-Werbespezialisten aQuantive musste der Firmenwert fast komplett abgeschrieben werden, was mit 6,19 Milliarden US-Dollar negativ zu Buche schlug. Der Kauf war im Jahr 2007 für 6,3 Milliarden US-Dollar erfolgt.

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Der Verlust lag bei 492 Millionen US-Dollar, nach einem Gewinn von 5,87 Milliarden US-Dollar im Jahr zuvor. Je Aktie lag der Verlust so bei 0,06 US-Dollar, nach zuvor noch einem Gewinn von 0,69 US-Dollar je Aktie. Ohne diesen Einmaleffekt konnte ein überraschend hoher Gewinn gemeldet werden. Dieser lag bei 6,9 Milliarden US-Dollar oder 0,73 US-Dollar je Aktie und damit über dem Konsens von 0,62 US-Dollar je Aktie.

Der Umsatz stieg um 3,9 Prozent auf 18,06 Milliarden US-Dollar und erreichte einen neuen Rekordwert. Der Konsens lag mit 18,6 Milliarden US-Dollar jedoch noch leicht höher. Währen der schwache PC-Markt belastete, konnten das Server-Geschäft und das Business-Segment im Umsatz kräftig zulegen.

Im Gesamtjahr legte der Umsatz um 5,4 Prozent auf 73,7 Milliarden US-Dollar zu, was ebenso ein Rekordwert war. Der Gewinn gab dagegen um gut ein Viertel auf 16,98 Milliarden US-Dollar nach.

Eine Gewinnguidance für das neue Geschäftsjahr wurde nicht gegeben. Es sollen operative Kosten im Gesamtjahr 2012/13 von 30,3 bis 30,9 Milliarden US-Dollar anfallen.

Die Aktie notiert nachbörslich bei 31,32 US-Dollar mit 2,14 Prozent im Plus.