New York (BoerseGo.de) – Aufgrund der Ungereimtheiten beim Börsengang von Facebook kommt es für die Nasdaq und den Konsortialführer Morgan Stanley zu einer juristischen Auseinandersetzung. Der Investor Phillip Goldberg aus Maryland hat gegen den Börsenbetreiber vor dem Bundesbezirksgericht in Manhattan eine Sammelklage eingereicht, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch.

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Investoren und Broker wussten am Tag des Börsenstarts mehrere Stunden lang nicht, ob ihre Kauf- und Verkaufsaufträge ausgeführt wurden, wodurch es zu Verlusten gekommen ist. Die US-Börsenaufsicht SEC hat aufgrund der technischen Panne bereits eine Untersuchung eingeleitet.

Die SEC kündigte zudem wie auch die Regulierungsbehörde Finra an, den Vorfall um Morgan Stanley näher zu untersuchen. Vor dem Gang auf das Parkett hatte die Großbank die Umsatzprognose für das weltgrößte Online-Netzwerk gesenkt, was für einen Konsortionalführer äußerst ungewöhnlich ist.

Marktbeobachter führen den schwachen Börsenstart von Facebook neben dem hohen Ausgabepreis auf die ungewöhnlichen Vorgänge bei der Nasdaq und bei Morgan Stanley zurück. Nachdem die Aktie am Freitag elf Prozent verlor, ging es gestern um knapp neun Prozent abwärts. Im nachbörslichen Handel sanken die Kurse dann nochmals um 1,4 Prozent. Seit dem Jahr 2007 ist kein US-Börsengang im Milliardenbereich schlechter verlaufen als der von Facebook.