Oslo (BoerseGo.de) – Die Ölpreise haben am Dienstag mit kräftigen Kursabschlägen auf das Ende des Arbeitskampfes in Norwegen reagiert. Brent verbilligte sich um 1,70 US-Dollar auf 98,62 US-Dollar. WTI sank um 0,97 US-Dollar auf 85,02 US-Dollar je Barrel. Norwegens Regierung hat in der Nacht einem gut zweiwöchigen Streik in der Ölbranche mit einer Zwangsschlichtung ein Ende gesetzt, so dass eine angedrohte Aussperrung und eine Blockade der Öl- und Gasförderung verhindert werden konnte.

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    Wie das Handelsblatt berichtete, hat ein Konflikt um die Höhe des Rentenalters fast die Öl- und Gasförderung Norwegens lahmgelegt. Die Gewerkschaft fordert eine Vorruhestandsmöglichkeit ab 62 Jahren. Bisher ist es in der Branche üblich mit 65 Jahren in den Ruhestand gehen zu können. Die Gewerkschaft protestierte mit 700 Beteiligten für diese Regelung, woraufhin der Arbeitgeberverband OLF alle 6.500 Beschäftigten auf den norwegischen Bohrinseln aussperren wollte.

    Arbeitsministerin Hanne Bjurstrøm ordnete in der Nacht auf Dienstag kurz vor dem Inkrafttreten einer Flächenaussperrung eine Zwangsschlichtung an. Ein vor 16 Tagen begonnener Streik sowie eine geplante Aussperrung wurden so ausgesetzt. Norwegen ist der achtgrößte Ölproduzent der Welt. Experten zufolge hätte ein Produktionsstopp in Norwegen zu einem Kursanstieg der Nordsee-Sorte Brent führen können.

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