New York (BoerseGo.de) - Der Preisaufschlag der Ölsorte Brent gegenüber der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) lag gestern auf Schlusskursbasis bei 18,77 US-Dollar je Barrel, was die größte Differenz seit dem 16. Mai war. Der Spread spiegelt laut Anthony Nunan, leitender Berater für das Risikomanagement bei Mitsubishi in Tokio, die Stärke des Brent-Marktes wieder und darf nicht als Schwäche der Sorte WTI interpretiert werden.

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    Brent werde von geopolitischen Faktoren gestützt, äußerte der Experte in einem Interview mit Bloomberg. „Ich erwarte, dass der Brent-WTI-Spread groß bleiben wird. Der Arbeitsmarktbericht wird heute für den Ölmarkt entscheidend sein. Heute wird man erkennen, ob sich der Arbeitsmarkt wirklich deutlich abschwächt“, fügte der Experte hinzu.

    Die von Bloomberg befragten Händler sind derzeit unschlüssig, welche Richtung der Ölmarkt einschlagen wird. Dreizehn der 33 befragten Experten glauben, dass WTI in der nächsten Woche teurer werden wird. Ebenso 13 Befragte glauben an fallende Kurse. Sieben Analysten rechnen bis zum 10. August mit unveränderten Preisen.