Melbourne (BoerseGo.de) – Rohöl der US-Sorte WTI hat von seinem am Donnerstag erreichten Wochenhoch bei 104,88 US-Dollar je Barrel nachgegeben, nachdem die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) die Kreditwürdigkeit Spaniens abgestuft hat. Dies hat erneut die Sorge befeuert, dass eine sich abschwächende EU-Konjunktur die Ölnachfrage sinken lassen könnte, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.

Anzeige

„Die wirtschaftlichen Aussichten haben sich in den vergangenen Monaten infolge der Risiken durch die Eurozone verschlechtert“, zitiert Bloomberg Sinjte Boie, Analystin bei der HSH Nordbank in Hamburg, die davon ausgeht, dass der Ölpreis bis Mitte des Jahres im Bereich des aktuellen Niveaus verharren wird. Verantwortlich für die hohen Preise seien weniger die wirtschaftlichen Aussichten, als die geopolitischen Risiken, so Boie. Gegen 12:50 Uhr UTC notiert Rohöl der US-Sorte WTI bei 104,20 US-Dollar je Barrel.