New York (BoerseGo.de) - Der Preis für Gold, welches den klassischen sicheren Hafen darstellt, ist in den letzten Wochen gefallen. Einige Investoren meinen allerdings, dass dies nur eine Pause vor einem weiteren Anstieg darstellt. Fondsmanager Charlie Morris, meint, dass es sich lediglich um eine Ruhepause handele, welche ein starker Bullenmarkt gerade nimmt. Nach seinen Worten bilden anhaltende niedrige Zinsen und hohe Nachfrage die Hauptantriebskräfte für den gegenwärtigen Goldpreis. Der Goldpreis hat am 29. Februar seinen größten Rückgang in drei Jahren erlebt, als ein Rückgang von 5,4 Prozent zu verzeichnen war. Die letzte größere Abwärtsbewegung war im August 2011 festzustellen. Morris glaubt, dass es etwa 18 Monate brauchen wird, ehe die negative Stimmung vom August 2011 ausgelöscht ist und ehe der Goldpreis einen neuen Höchststand zu Beginn des neues Jahres erreichen wird. Etwa 5,5 Prozent seines Portfolios besteht aus Gold. Laut Morris ist das beste Signal für den Goldpreis ist das Dow/Gold-Ratio, womit die Zahl der Goldunzen gemeint ist, welche erforderlich wäre, einen Anteil am Dow Jones Index zu erwerben.

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    "Schlägt der Goldpreis Aktien? Das stimmt seit 2002 und trifft auch heute noch zu. Die glänzende Rolle des Goldes im Vergleich zu anderen Rohstoffen besteht darin, dass alles in der Geschichte geschürfte Gold immer noch da ist", so Morris. Andere Investoren warnen, dass Volatilität in den Goldmarkt zurückkehren könne. Die Rohstoffexperten von JP Morgan glauben, dass die jüngste Schwäche von Gold fundamental unbegründet ist. "Die scharfe Abwärtsbewegung und damit die zweite bedeutende Korrektur während des langanhaltenden Bullenmarktes von Gold in den letzten sechs Monaten hat unvermeidlich Fragen über die Gründe des Ausverkaufs aufgeworfen. Sie hat ebenfalls Anlass zur Sorge darüber gegeben, ob eine so starke tägliche Änderung negative Implikationen für die Langlebigkeit des Aufwärtstrends geben kann. Kurz gesagt, ist unsere Antwort nein", so die Experten von JP Morgan.