New York (BoerseGo.de) - Es sieht so gut wie sicher aus, das viele weitere Jahre des Gelddruckens durch die vier großen Zentralbanken der Welt den Betrag von 6,0 Billionen Dollar erhöhen werden, der seit 2008 in die Welt gesetzt worden ist. Dies könnte die Beziehung zwischen den einst auf ihre Unabhängigkeit bedachten Banken und den Regierungen ändern. Indem die reichen Volkswirtschaften immer tiefer in ein Schuldenloch versinken, nachdem es zu einer erneuten Stresswelle bei den europäischen Finanzen und Banken und zu einer zögerlichen Neueinstellung von Arbeitskräften in den USA gekommen ist, richtet wieder jeder seinen Blick auf die US-Notenbank, die Europäische Zentralbank, die Bank of England und die Bank of Japan mit der Hoffnung, die Lage wieder zu stabilisieren. Es ist so gut wie sicher, dass eine Lockerung der Geldpolitik, mit welcher die großen vier Zentralbanken vier Jahre lang auf effektive Weise neues Geld durch Ausdehnung ihrer Bilanzen und in dem zumeist in Staatsanleihen bestehenden Ankauf durch ihre Banken geschaffen haben, nunmehr bei allen bevorstehenden Politikertreffen wieder auf der Tagesordnung stehen wird. Dass die Geldmittel der Staaten erschöpft sind und bei den Geschäftsbanken ständige Instabilität vorliegt, dazu existentielle Befürchtungen vorliegen und eine Zurückhaltung bei der Geldvergabe bedeutet letztendlich, dass eine Explosion von frisch gedrucktem Geld für die weitgehende Geldversorgung sorgen muss, welche zur Erzeugung frischer Güter und Dienstleistungen benötigt wird.

    Anzeige

    In anderen Worten bedeutet dies, dass die bisherige elektronische Schaffung von Geld - sei es direkt durch den Anleiheankauf in den USA oder Großbritannien oder in der mehr versteckten Form der langfristigen billigen Geldvergabe durch die EZB - nicht genug Ersatz für das ist, was die Geschäftsbanken durch Stützung ihrer eigenen Bilanzen und Rückführung ihrer Kreditvergabe entziehen. Weltweit sind Investoren überzeugt, dass eine weitere Lockerung der Geldpolitik in der Pipeline ist. Nach Einschätzung von Gary Baker von Merrill Lynch sind Investoren der Meinung, dass eine erneute Lockerung der Geldpolitik durch die Fed in jedem Fall kommen wird. Die von der Bank of America/Merill Lynch im letzten Monat durchgeführte Befragung von 260 Fondsmanagern ergab, dass drei Viertel der Meinung sind, dass die EZB bis Ende Oktober ein neuerliches Liquiditätsprogramm auflegen wird.

    ANZEIGE
    Knock-Out-Produkte zu Nasdaq-100

    Art WKN Strike KO Bid Ask Hebel Fälligkeit
    Call AA7W0F 3.044,00 Pkt. 3.230,00 Pkt. 7,01 7,02 4,23 open end
    Call AA2T9C 1.941,00 Pkt. 2.060,00 Pkt. 15,20 15,22 1,95 open end
    Put AA7UEL 4.480,00 Pkt. 4.210,00 Pkt. 3,68 3,69 8,04 open end
    Put AA7S4F 4.356,00 Pkt. 4.090,00 Pkt. 2,75 2,77 10,68 open end