Frankfurt (BoerseGo.de) – Im laufenden Erntejahr wird von der US-Landwirtschaftsbehörde USDA bei den Sojabohnen erstmals seit drei Jahren wieder ein Marktdefizit erwartet. Einer globalen Produktion von 245,1 Millionen Tonnen soll eine Nachfrage von 254,9 Millionen Tonnen gegenüber stehen, berichtet die Commerzbank im „Rohstoffe kompakt Agrar“. Das auf Ölsaaten spezialisierte Agraranalysehaus Oil World ist noch etwas pessimistischer gestimmt. Man erwartet einen Rückgang der globalen Sojabohnenproduktion um 8,1 Prozent auf 242,9 Millionen Tonnen.

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    Die Sojabohnennachfrage wird maßgeblich von China bestimmt. Gemäß dem China National Grain and Oils Information Center (CNGOIC) sollen die chinesischen Sojabohnenimporte in der ersten Jahreshälfte gegenüber dem Vorjahreswert um 20 Prozent auf 28,4 Millionen Tonnen steigen. Für das laufende Erntejahr soll der Import ein Rekordniveau von 57 Millionen Tonnen erreichen.

    Die Analysten rechnen vor diesem Hintergrund im zweiten und dritten Quartal mit einem stabilen Preis von 1.350 US-Cents je Scheffel. Im vierten Quartal 2012 wird ein Durchschnittskurs von 1.300 US-Cents je Scheffel erwartet.

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.