Washington (BoerseGo.de) - Die US-Importpreise sind im Mai um 1,0 Prozent gegenüber dem Vormonat gefallen. Volkswirte hatten mit dieser Entwicklung gerechnet. Allerdings sind die Importpreise im April nicht wie ursprünglich angegeben um 0,5 Prozent gesunken, sondern konstant geblieben. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gaben die Einfuhrpreise im Mai um 0,3 Prozent nach. Dies war das erste Minus seit Herbst 2009.

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Verantwortlich für den Rückgang der Importpreise war insbesondere das Rohöl, das sich gegenüber April um 4,2 Prozent verbilligte. Ferner gaben die Preise für Nahrungsmittel um 0,7 Prozent nach. Ohne die Komponenten Energie und Nahrungsmittel stagnierten die Einfuhrpreise auf dem Vormonatsniveau und übertrafen ihr Vorjahresniveau um 1,3 Prozent. Die Analysten der Postbank schrieben in einer Kurzstudie, solange sich die Ölnotierungen und auch andere Rohstoffpreise nicht wieder deutlich nach oben orientieren, ist von der gesamten Importpreisseite aus mit einer eher ruhigen Entwicklung zu rechnen.

Die Ausfuhrpreise fielen im Mai um 0,4 Prozent, gegenüber einem Anstieg von 0,4 Prozent im Vormonat April. Bereinigt um Agrargüter lagen die Exportpreise um 0,5 Prozent unter dem Vormonatsniveau, wohingegen sie im vorangegangenen Monat um 0,2 Prozent zugelegt hatten.