Frankfurt (BoerseGo.de) - Der US-Wirtschaftswissenschaftler Robert Glenn Hubbard hat in einem Gastkommentar für das Handelsblatt (Printausgabe von Freitag) eine Art temporäre Vollkaskoversicherung des Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie der Rettungsschirme EFSF und ESM gefordert, zugleich Eurobonds aber als gefährlich abgelehnt. Hubbard ist derzeit Berater des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney.

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Kernpunkt seiner Argumentation ist, dass Amerika kein Vorbild für Europa sei. Wichtig sei es zu Sparen. Nur so könne die Voraussetzung für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum geschaffen werden. Die Schuldenmacherei sollte in Europa nicht noch durch Eurobonds gefördert werden. Die Defizite im Euroraum müssten verringert werden. Eurobonds würden eher die Anreizstrukturen verschlechtern. Der richtige Weg führe nur über eine solide Fiskalpolitk und nicht eine gemeinsame Schuldenübernahme.

Sollte Griechenland aus der Eurozone austreten, sollte die Europäische Zentralbank (EZB) weder der griechischen Notenbank noch anderen griechischen Banken Kredite einräumen. Stattdessen sollten alle anderen Banken der Eurozone gegen Sicherheiten unbegrenzte Finanzmittel zur Verfügung gestellt bekommen, die von einem Austritt Griechenlands negativ betroffen wären.

Der EFSF und der ESM sollten alle mittelfristig und langfristig fällig werdenden öffentlichen Schulden und Haushaltsdefizite jener Länder für zwei Jahre garantieren, die glaubwürdige Pläne für die Konsolidierung der Haushalte vorlegen. Dadurch könne Zeit für die Konsolidierung gewonnen werden und die Fiskalpolitik könne die richtigen Maßnahmen einleiten. Zudem werde so das Vertrauen am Finanzmarkt erhöht und der Spekulation Einhalt geboten, so die Meinung