Düsseldorf (BoerseGo.de) – Die Tarifverhandlungen bei der Deutschen Telekom sind nach der vierten Runde abgebrochen worden. Das Angebot des Managements der Deutschen Telekom wurde von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) abgelehnt. Die Telekom hatte eine Gehaltsanhebung in zwei Schritten um insgesamt 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von 18 Monaten sowie eine Einmalzahlung von 365 Euro geboten. Verdi fordert Einkommensverbesserungen von 6,5 Prozent.
„Während die Unternehmensführung die Aktionäre mit einer Dividende von drei Milliarden Euro beglückt, sollen die Beschäftigten den Abschluss aus eigener Tasche finanzieren. Das ist unredlich“, so ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder. „Die von der Deutsche Telekom angebotenen Lohnerhöhungen in Höhe von 1,32 Prozent umgerechnet auf ein Jahr sollen demnach durch Arbeitszeitverlängerungen und andere Verschlechterungen gegenfinanziert werden. Das ist eine Zumutung“, so Schröder.
Am 3. Mai 2012 wird die große Tarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft über das weitere Vorgehen beraten. Die Verhandlungskommission wird der Tarifkommission das Scheitern der Verhandlungen empfehlen, teilte ver.di mit.



