New York (BoerseGo.de) – Die Dürre in den USA, Russland und Australien könnte Rohstoffexperten zufolge zu einer deutlichen Abwärtsrevision bei den Angebotsschätzungen für Weizen führen. In Kansas, dem wichtigsten US-Anbaugebiet für Winterweizen, deutet sich der trockenste Mai seit Erhebung der Wetterdaten an. Die Ukraine und Russland, auf die 11 Prozent der Weltproduktion fallen, leiden seit drei Monaten unter einer anhaltenden Trockenheit.

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    Die US-Landwirtschaftsbehörde USDA hat im Mai für das Erntejahr ab dem 1. Juni eine Abwärtsrevision der Produktionsschätzung um 2,5 Prozent auf 677,56 Millionen Tonnen vorgenommen. Die Lagerbestände sollen dann mit 188,1 Millionen Tonnen auf dem niedrigsten Niveau seit dem Jahr 2009 liegen.

    Einer Umfrage von Bloomberg unter 18 Analysten zufolge könnte die USDA die globale Ernteschätzung im Juni nochmals um 1,2 Prozent nach unten setzen. Dies wäre die stärkste Juni-Abwärtsrevision seit dem Juni 2003. Möglicherweise wird die Produktionsschätzung auf 669,15 Millionen Tonnen reduziert, so dass die Lagermenge auf 183,3 Millionen Tonnen sinken könnte.

    Weizen hat sich in Chicago in den zehn Handelstagen bis zum 21. Mai um 18 Prozent verteuert. Die von Bloomberg befragten Analysten glauben, dass die Kurse bis Mitte Juli um weitere 12 Prozent auf 7,51 US-Dollar pro Bushel steigen werden.

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    WKN Strike KO Bid Ask Hebel Fälligkeit
    AA8MLQ 4,20 $ 4,70 $ 10,17 10,25 4,16 open end
    AA6M70 10,24 $ 9,20 $ 35,75 35,87 1,18 open end