2014 neigt sich dem Ende zu – Zeit, um es noch einmal Revue passieren zu lassen. Für Otto-Normalanleger war es kein leichtes Jahr angesichts der derzeitigen Niedrigzinspolitik. Denn die Mehrheit setzt trotz allem auf das gute alte Sparbuch, Tagesgeld- oder Girokonten, jeder Fünfte legt sogar lieber sein Geld daheim unter das Kopfkissen. Laut ifo-Chef Hans-Werner-Sinn verlieren dadurch die Deutschen jährlich zwischen 60 bis 70 Mrd. Euro. Seit dem Jahr 2008 beziffert er den Verlust gar insgesamt auf 300 Mrd. Euro. Doch es gab auch in diesem Jahr Gewinner. Anleger, die zum Beispiel auf Aktien aus den USA und Indien setzten oder auch in Pharma- oder Immobilienwerte investierten, konnten teilweise hohe zweistellige Renditen erwirtschaften. Hauptverlierer dagegen waren eindeutig Rohstoffe wie Rohöl der Sorten Brent und WTI oder seltene Metalle.

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Die ruhigen Tage um Weihnachten und dem Jahreswechsel nutzen viele auch, sich Gedanken zu machen über neue Ziele, Vorsätze und die eigene Lebensplanung. Denn Prioritäten können sich schließlich im Laufe des Lebens ändern. Anleger, die dabei vielleicht auch einmal auf ihr Portfolio schauen möchten, sollten in diesem Rahmen die persönlichen Anlageziele mit der definierten Lebensplanung abgleichen und gegebenenfalls anpassen. Danach muss man sich natürlich die Frage beantworten, mit welchen Finanzinstrumenten man dies verwirklichen kann, in welche Anlageklassen und Anlageregionen man investieren möchte. Bleibt alles beim Alten, ist es hingegen ratsam, seine definierte Anlagestrategie an die neue Marktsituation anzupassen. Und laut den Prognosen der großen Wirtschafts- und Finanzinstitute für 2015 sehen diese derzeit nicht ganz so optimistisch aus. Eine breite Streuung des Portfolios kann Verlustrisiken minimieren, Ratsam ist auch ein Rebalancing, bei dem die Gewichtung des Portfolios an den ursprünglichen Stand angepasst wird.

Komplett auf die heute bestehenden Prognosen zu vertrauen, ist kaum ratsam. Denn in den wenigsten Fällen treten diese auch tatsächlich ein, wie auch schon Studien ergaben.

Nutzen Sie die Feiertage also, um Ihr Depot auf das kommende Jahr vorzubereiten. In dieser Ausgabe finden Sie wieder wie gewohnt viele Anregungen für einen optimalen Start in das Jahr 2015.

In diesem Sinne frohe Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch in ein möglichst erfolgreiches Börsenjahr.

Viel Spaß bei der Lektüre! Ihr Markus Jordan | Chefredakteur

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