Die Volatilität ist wieder zurück am Markt. Den einen Tag gehen die Aktienkurse rauf, den anderen wieder runter. Und der DAX notiert wieder einige hundert Punkte unterhalb der noch im Vormonat überschrittenen 10.000-er Schwelle mit Allzeithoch. Sowohl deutsche, als auch europäische Konjunkturdaten zeichnen derzeit eher ein düsteres Bild. Bereits zum dritten Mal in Folge hat sich beispielsweise in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft die Stimmung eingetrübt. Im Juli fiel der ifo-Geschäftsklimaindex unerwartet von 109,7 auf 108,0 Punkte. Kurz zuvor fiel der ZEW-Konjunkturindex bereits zum siebten Mal in Folge deutlich um 2,7 Punkte auf 27,1 Zähler. Nicht viel anders ist es mit den Konjunkturdaten aus Europa. Vor allem Frankreich entwickelt sich immer mehr zum Sorgenkind. Krisen in der Ukraine bis zum Nahen Osten wurden auf grausame Weise wieder in den Fokus der Anleger gerückt durch den Abschuss des malaysischen Passagierflugzeuges und die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und den Palästinensern im Gazastreifen. Hinzu kommen Konjunktursorgen infolge der sich nähernden Zinswende in den USA, aber auch Großbritannien.

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Umso wichtiger ist es für den Anleger angesichts einer sich eintrübenden Stimmung, sein Depot krisenfest zu gestalten, ohne dabei Chancen auf künftige Kursgewinne zu verpassen. Eine Möglichkeit dabei ist die Nutzung der Core-Satellite-Strategie, die auf die beiden USWirtschaftswissenschaftler Jack Treynor und Fischer Black zurückzuführen ist. Dabei wird das Portfolio in ein sicheres Kerninvestment zur Sicherung des Depots aufgeteilt sowie in einen Satellitenanteil als Renditeturbo. Wie diese Strategie genau funktioniert und was es dabei zu beachten gibt, lesen Sie unter anderem in dieser Ausgabe.

In Krisenzeiten steigt auch wieder die Chance für das zwischenzeitlich in Vergessenheit geratene Edelmetalle Gold. So hob deshalb die US-Investmentbank Goldman Sachs ihre Prognose für das Edelmetall von 1.050 auf 1.200 US-Dollar an. Belastend wirkt sich allerdings auf den Goldpreis die nach wie vor anstehende Zinsanhebung in den USA und Großbritannien aus. Auch Immobilien als Sachwert werden in Krisenzeiten immer wichtiger, zumal das niedrige Zinsniveau wohl so manchen Deutschen dazu bewegt, sich Gedanken zu machen über den Kauf einer Immobilie. Doch ist der Kauf einer Immobilie wirklich lukrativer als das Mieten einer Wohnung. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Das PortfolioJournal gibt dazu einige Denkanstöße.

Viel Spaß bei der Lektüre!
Ihr Markus Jordan Chefredakteur