Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

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Nur noch wenige Handelstage sind in diesem Jahr übrig. Und noch immer lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, ob dieses Jahr für den DAX einen Kursgewinne oder Kursverlaust bedeuten wird. Der Index befindet sich derzeit knapp gegenüber dem Vorjahresschluss im positiven Bereich. Wenn nach dem Rücksetzer die Tendenz gehalten werden kann, sollten wir das Jahr sogar noch etwas deutlicher im Plus beenden können. Angesichts der zuletzt deutlich gestiegenen Volatilität ist aber auch problemlos drin, noch in der Verlustzone zu enden. In der Summe wurde somit im DAX und auch an den europäischen Börsen allgemein auf hohem Niveau konsolidiert. Nach zwei Jahren mit einem umfassenden Anstieg wurden die Überkauftzustände abgebaut und es wurde innerhalb der Sektoren leicht rotiert. Dies kann für das neue Jahr durchaus die Basis bieten, um sich erneut in die Rallyphase zu begeben. Teilweise liegen bullische Formationslagen vor, welche nur noch nach oben ausgelöst werden wollen. Da natürlich nach wie vor wesentliche Probleme in diesem Wirtschaftraum nicht gelöst sind und auch anderweitig immer wieder Krisenherde gegeben sind, die zu einer Belastung führen oder plötzlich führen könnten, sind bärische Argumente aber auch immer zur Hand. Es zeigt sich auch, dass man nicht vom Jahresstart auf das Jahresende schließen kann. Im DAX ging es in den ersten Wochen 2014 zunächst aufwärts, während der Dow Jones einen mehrwöchigen und deutlichen Abstieg begann. Zum Ende des Jahres ist nun der DAX mit Mühe leicht im positiven Bereich, während der Dow Jones vergleichsweise komfortabel zulegen konnte. Hier kam es zu keiner wesentlichen Rallyunterbrechung gegenüber den Vorjahren. Die US Techs waren sogar noch einmal um einiges stärker. Wenn man berücksichtigt, dass einige Bluechips aus dem Nasdaq 100 in 2014 auch nur konsolidiert haben und somit auch nachholpotenzial besitzen, sollte auch im kommenden Jahr der Blick auf diesen Markt gerichtet werden. Somit haben wir die Chance, im kommenden Jahr evtl. nach 15 Jahren wieder die Kursstände aus dem Jahr 2000 zu sehen bzw. zu übertreffen.

Ihr Marko Strehk,

Charttechnischer Analyst bei GodmodeTrader.de und Chefredakteur StrategieReport

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