Sehr geehrte Traderinnen und Trader,

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nach dem Verfall ist vor der Korrektur? Glauben wir der jüngeren Statistik, müssen wir genau von diesem Szenario ausgehen. Am Freitag war der sogenannte Hexensabbat, der Tag, an dem die großen Futures und Optionen auf den DAX & Co. verfallen und diesem Tag folgen oftmals schwierige Kursverläufe, auch innerhalb von Bullenmärkten.

Da passt das aktuelle Chartbild ja perfekt in dieses Muster, denn seit letzter Woche und dem Allzeithoch bei 12.219 Punkten kommen die Kurse im DAX sukzessive zurück. Zwar konnte kurzfristig der Bereich beginnend ab 11.814 Punkten unterstützend wirken und Freitag selbst eine Kaufwelle bis auf 12.087 Punkte auslösen, aber über den Berg sind die Käufer damit noch nicht. Erschwerend kommt jetzt auch das übergeordnete Bild zum Tragen. Der Index zeigte zuletzt 10 weiße Wochenkerzen in Folge und stieg dabei um fast 25% an. Eine so schnelle und weit laufende Rally gab es zuletzt im Februar 2012. Damals ließ das Aufwärtsmomentum weiter nach und dann kam eine größere Korrekturphase. Das Kursgeschehen im DAX ist folglich engmaschig zu verfolgen und blinde Käufe könnten nach hinten losgehen. Stattdessen scheint es an der Zeit, Gewinne enger abzusichern und sich auf eine Konsolidierungsphase einzustellen.

Ich für meinen Teil würde den DAX jedenfalls trotz des absolut intakten Bullenmarktes nicht mehr bedenkenlos kaufen und darauf spekulieren, dass uns das Tempo der letzten Wochen erhalten bleibt. Natürlich kann ich mich damit auch irren und muss dann zuschauen, wie der Markt ohne mich weiterläuft (wenn ich denn auf Tagesbasis agieren würde), aber das wäre mir immer noch lieber, als jetzt in eine Korrektur hinein zu kaufen. Vor allem die Frage: wohin mit einem sinnvollen Stopploss würde mir Kopfschmerzen bereiten. Auf Wochenebene bspw. sind bis hin zu 10.000 Punkten keine wirklich nennenswerten Verkaufstrigger auszumachen, so dass selbst nach einem Rutsch bis in diesen Bereich die Reise später noch weiter nach oben gehen könnte. Ein so weit entferntes Stoploss bringt leider ein zu schlechtes CRV mit sich, ein engeres hingegen spielt analytisch keine Rolle. Statt in dieser Zwickmühle mein Glück überzustrapazieren, warte ich lieber ab. Egal jedoch, welche Entscheidung Sie treffen, ich wünsche Ihnen auch für die neue Woche viel Erfolg.

Ihr

Rene Berteit

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