Liebe Leserinnen und Leser

Anzeige

Wenn man böse wäre könnte man dem Medienmogul Rupert Murdoch ein Händchen dabei nachsagen, ziemlich exakt die Hochpunkte am amerikanischen Aktienmarkt zu finden – und zwar immer dann, wenn er große Akquisitionen tätigt. So geschehen im Jahr 2000, als er 11,4 Milliarden Mark für Chris-Craft bot, eine amerikanische TV-Gesellschaft. So geschehen im Jahr 2007, als er das Verlagshaus Dow Jones für 3,6 Milliarden EUR übernahm. Und jetzt bietet er 80 Milliarden USD für Time Warner. Gut, das Geld ist in der Zwischenzeit weniger wert geworden. Und Time Warner ist natürlich weitaus größer als Chris-Craft oder Dow Jones es je war. Sie wissen was nach den ersten beiden Geboten geschah: Bis März 2003 bracht der DAX um 72% ein, nach 2007 um 56%. Nähme man nun den Mittelwert dieser beiden Crashs und nähme man an, dass die Akquisition durchginge und auch die Prognosekraft besäße, wie bisher, dann müsste der DAX bald wieder bei 3500 Punkten stehen. Ein realistisches Szenario? Sicherlich. Oder auch nicht. Sichere Anlagen gibt es schließlich nicht, auch Gold ist keine. Eine Umfrage auf meinem Experten-Desktop auf Guidants, in der ich Leser frug, wo sie denn die größten Verlustgefahren sehen, ergab ein Votum von 64% für den DAX und von 40% für Gold. Entsprechend müsste Gold stärker rutschen als der DAX aber ich hätte im Vorfeld ehrlich gesagt ein klareres Ergebnis – vielleicht 75% DAX vs. 25% Gold – erwartet. So wie es jetzt ausgegangen ist könnte es bedeuten: Gold wird noch ein wenig rutschen und der DAX noch ein wenig steigen aber insgesamt werden die Bewegungen gering bleiben.

Herzliche Grüße

Jochen Stanzl