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obwohl sich die wichtigsten Förderländer am vergangenen Sonntag nicht auf eine Deckelung der Öl-Förderung einigen konnten und obwohl sich die Rohöllagerbestände in den USA weiter auf Rekordniveau befinden, rechnet der Markt offenbar damit, dass sich das Überangebot an Öl zumindest in den kommenden Monaten deutlich verringern dürfte. Dies zeigt der deutliche Preisanstieg bei Brent Crude und WTI, der zudem bei den in den kommenden Tagen und Monaten auslaufenden Future-Kontrakten besonders stark ausgeprägt war.

Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) dürfte sich die Situation auf dem Ölmarkt spätestens im kommenden Jahr normalisieren, sollte sich der wirtschaftliche Ausblick nicht deutlich eintrüben. Bereits 2016 dürfte die tägliche Ölförderung in den Nicht-OPEC-Ländern um 700.000 Barrel sinken, wie der IEA-Vorsitzende Fatih Birol am Donnerstag sagte. Gleichzeitig steige die Nachfrage in China, Indien und anderen Schwellenländern rasant. Es sind also nicht nur kurzfristige Förderengpässe wie der inzwischen beendete Streik der Ölarbeiter in Kuwait für den deutlichen Preisanstieg verantwortlich. Doch ob die Preise längerfristig steigen, bleibt abzuwarten. Der Iran dürfte seine Förderung deutlich erhöhen, während sich die Situation für den Fracking-Sektor in den USA oberhalb von 45 Dollar je Barrel ebenfalls deutlich aufhellt.

Ihr Oliver Baron

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