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die schwache Weltkonjunktur, ablesbar am weiterhin niedrigen Ölpreis, hat die Rohstoffe fest im Griff. Zuletzt hat allerdings der abwertende US-Dollar für Kursgewinne in fast allen Rohstoffsektoren gesorgt. Hintergrund waren eingetrübte US-Wirtschaftsdaten. Insbesondere das Gold profitierte. Nachdem das Krisenmetall jedoch an der Marke von 1.350 US-Dollar auf Widerstand stieß, kam es zu Gewinnmitnahmen. Erst im Zuge des jüngsten Fed-Zinsentscheids – dem sechsten in Folge, bei dem es zu keiner Anhebung kam – kletterte der Goldpreis weiter.

Das könnte sich noch eine längere Zeit so hinziehen, denn schnelle Besserung der Lage der Weltkonjunktur im Allgemeinen und der wirtschaftlichen Entwicklung der USA ist vorerst nicht in Sicht: Die OECD hat vor wenigen Tagen ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft erneut abgesenkt, auf 2,9 (zuvor 3,0) Prozent im laufenden Jahr und 3,2 (3,3) Prozent im kommenden Jahr. Für die USA lautet die Prognose jetzt 1,4 (zuvor 1,8) Prozent für 2016 und 2,1 (+2,2) Prozent für 2017. Enttäuscht zeigte sich die OECD auch von der Entwicklung in der Eurozone: Das Wachstum komme „nicht so schnell wie erwartet“ in Gang. So werde die Wirtschaft der Eurozone laut der OECD-Prognose in diesem Jahr nur um 1,6 Prozent und 2017 um 1,9 Prozent wachsen. Für Rohstoffe im Ganzen eine schwierige Gemengelage – Goldanleger hingegen dürften gewinnen.

Ihr Helge Rehbein

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