Sojabohnen 133996

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ISIN: US12492A1079 WKN: 530281
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Wertentwicklung grafisch

Wertentwicklung in verschiedenen Zeiträumen

Zeitraum Tief Hoch %
Intraday 1.466,25 1.472,50 0,02%
1 Woche 1.466,75 1.531,75 -2,47%
1 Monat 1.405,38 1.531,75 3,09%
52 Wochen 1.255,25 1.629,63 4,56%
laufendes Jahr 1.260,13 1.531,75 10,52%
Vorjahr 1.255,25 1.629,63 -6,61%

Basisinformationen

Bezeichnung Wert
WKN530281
ISINUS12492A1079
GattungRohstoff
LandUSA

Weiterführende Inhalte

Beschreibung

Wegen seiner ausgewogenen Inhaltsstoffe, besonders bei den Grundnährstoffen (Eiweiß 36,8%, Fett 23,5%, Kohlenhydrate 23,5%) beliebt gelangte die Sojabohne aus ihrem Herkunftsland China Ende des 18. Jahrhunderts auch nach Europa und nach Amerika. Die Nachfrage und damit verbunden auch die Produktion nehmen stetig zu. Während 1980 weltweit noch ca. 75 Mio. Tonnen Sojabohnen geerntet wurden, werden es 2004 ca. 210 Mio. Tonnen sein. Die Aussaat in den USA beginnt im Mai und erstreckt sich über zwei Monate. Geerntet wird im Herbst. In Abhängigkeit von den Wetterbedingungen braucht die Sojapflanze 100-150 Tage bis die Bohnen geerntet werden können. Heute sind die Hauptanbaugebiete für die Sojabohne die USA, Brasilien und Argentinien. Aber auch China, Indien, Indonesien, Afrika, die Philippinen und Russland sind große Anbauregionen. Während Soja in Europa eher als Trockenbohne bekannt ist, wird Soja in Amerika und Asien eher frisch verarbeitet. Ausgereifte Bohnen zeichnen sich durch eine schier unbegrenzte Lagerfähigkeit aus.

Die Sojabohne wird in verschiedene Produkte weiterverarbeitet. Darunter zählt das durch das Pressen der Bohnen gewonnene Sojaöl, für das es an der CBOT auch spezielle Futureskontrakte gibt. Sojaöl wird zu Brat-, Back- und Streichfetten verarbeitet. Das Öl zeichnet sich durch die lebensnotwendige Linolsäure aus. Durch das Weiterverarbeiten von Sojamaterial werden vielfältige Nahrungsmittel wie Tofu, Miso (Sojabohnenpaste - Grundlage für Suppen und Saucen), Sojamilch, -mehl, -joghurt, -teigwaren und Fleischersatz aus Soja hergestellt. Jeder, der einmal in den Genuss asiatischer Küche kommen durfte, dürfte darüber hinaus die Sprossen der Sojapflanze in vielen asiatischen Gerichten als Beilage oder als Salatbeilage kennen.

An der CBOT (Chicago Board of Trade) werden nebst dem genannten Sojaöl auch Sojabohnen-Kontrakte direkt und Sojaschrot gehandelt. Bei Sojaöl lautet die Lieferung auf 60000 lbs. Sojaöl. Bei Sojabohnen lautet der Future auf die Lieferung von 5000 Büschel Sojabohnen. Darüber hinaus werden Sojabohnen auch noch an Rohstoffbörsen in Brasilien, Argentinien, China und Japan gehandelt. Bei Sojaschrot sind es 100 Tonnen Sojamehl.

Nachdem die Sojabohnen-Futures im März 2004 ein Hoch bei 773 Dollar erreichten, setzte eine Korrektur der Preise ein, die bis in den Februar 2005 reichte. Trockenes Wetter in Südamerika und die Angst vor Sojabohnenrost, einem schädlichen Pilz, der die Sojabohnenpflanze bereits vor Jahren in Südamerika befiel und große Teile der Ernte zerstörte, sorgte im Februar für einen deutlichen Preisanstieg bei Sojabohnen. Die Futureskontrakte an der CBOT stiegen von Anfang Februar bis Mitte März um 37% auf 696 Dollar. Nachdem die befürchtete Sojabohnenepidemie in den USA ausbliebt und es klar wurde, dass der Großteil der Farmer sich der Gefahren des Pilzbefalls bewusst war und entsprechende Vorsorgen im Vorfeld getroffen wurden, gingen die Preise wieder zurück. Umfragen des US-Landwirtschaftsministerium zeigten, dass die meisten Landwirte vorbereitet sind. Von jenen Farmern, die in diesem Jahr Soja anbauen wollen, sagten 89%, sie hätten von Sojarost gehört, gelesen oder zumindest erste Informationen über Sojarost eingeholt, so das US-Landwirtschaftsministerium. Nur 11% jener, die von Sojarost hörten, sehen diesen als wirkliche Bedrohung für ihre Ernte an. 49% der Farmer gaben jedoch an, ihre Produktion in der 2005/06er Saison senken zu wollen, da in Ihrer Kalkulation mit Sojarost ein zusätzlicher Risikofaktor eingepreist wurde. Für die Konsolidierung der Sojapreise seit dem Bewegungshoch im März förderlich erwiesen sich zudem einkehrende Regenfälle in Südamerika, die die Erntequalität und die Ernteerträge förderten.

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wurde vom US-Landwirtschaftsministerium Ende März 2005 der so genannte „Quarterly Stocks and Prospective Plantings“ Report ausgegeben – eine Prognose für die geplante Soja-Anbaufläche in der Saison 2005/06. Laut dem Report wird in diesem Jahr eine Anbaufläche für Sojabohnen in den USA von 73.9 Millionen Acres eingeplant – was über den Erwartungen von 73.51 Millionen Acres und 1.7% unter dem Rekord-Vorjahresniveau von 75.2 Millionen Acres liegt. Farmer in 16 von 31 Bundesstaaten, in denen Sojabohnen angebaut werden, planen eine Senkung ihrer Produktionsmenge, während 11 eine Erhöhung planen. Die Staaten Michigan, Minnesota, Nebraska und West Virginia kalkulieren mit einer Anbaufläche auf der Höhe des Vorjahres.

Das US-Landwirtschaftsministerium rechnet zudem in den USA mit einer Sojaproduktionsmenge in 2004/05 von 85,5 Millionen Tonnen, nach 66,8 Millionen Tonnen in 2003/04. Die brasilianische Regierung rechnet in 2004/05 mit Ernteerträgen um 54.8 Millionen Tonnen.

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Pivot-HBOP (R3):1.501,58
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