Gold - Alles Wissenswerte zum Edelmetall Gold

Aktueller Goldpreis & Chart, Nachrichten & Informationen zum Edelmetall Gold

Basiswissen zum Goldpreis

  • Wo kann ich Gold kaufen?

  • Wo kann ich den Goldpreis abrufen?

  • In welcher Einheit wird Gold gehandelt?

  • Kann der Goldpreis trotz Manipulationen überhaupt technisch analysiert werden?

  • Was muss ich über Goldaktien wissen?

Goldpreis

Name Kurs +/- abs. +/- % Zeit  
Gold 1.194,20 -3,70 -0,31 19.12.14

Gold-Ratio-Charts

Wissenswertes zum Goldpreis

Gold ist Geld. Zumindest wird es als Zahlungsmittel betrachtet, obwohl unser heutiges Geld nicht mehr mit dem Edelmetall besichert wird. Aus diesem Grund ist Gold ein Investitionsgut, das ein direktes Substitut zur Aktie oder Immobilie darstellt. Menschen halten also Gold, um ihr Vermögen zu besichern. Dabei spielt weniger der tägliche Preis, als die Eigenschaft des Goldes eine Rolle, in Krisenzeiten eine stabile Wertgrundlage darstellen zu können. Im Gegensatz zu Anleihen und Papiergeld gibt es beim Gold keine Gegenpartei, die zahlungsunfähig werden und den von ihr emittierten Wertgegenstand (Papiergeld, Anleihe) ebenso wertlos werden lassen würde. Gold wird auch in 50 Jahren noch 31,1 Gramm wert sein. Es wurde auch schon vor tausenden von Jahren als Zahlungsmittel eingesetzt. Menschen halten daher heute noch Gold zur Diversifizierung ihrer Vermögen. Sie tun dies in supranationalen Organisationen wie dem IWF, in Zentralbanken, Unternehmen oder privat. Sie halten Gold in Form von Barren oder Münzen, die von staatlichen Prägeanstalten zu solchen aus Goldgranulat verarbeitet wurden. Gold ist auch ein Rohstoff, genauer gesagt ein Edelmetall. Es wird vornehmlich zu Goldschmuck verarbeitet, oder dient in der Industrie wegen seinen chemischen und physikalischen Eigenschaften als Werkstoff. Gold wird in dieser Form meist als Granulat eingekauft und dann entsprechend weiter verarbeitet.

Eine von Hedgefonds und anderen, auf die Liquidität ihrer Portefeuilles bedachte Investoren beliebte Zwischenform bilden mit Barren besicherte börsennotierte Gold-Fonds dar, die ihrerseits meist Inhaberschuldverschreibungen, also Anleihen, darstellen, aber meist vertraglich einen Lieferanspruch der Barren umfassen. Wie eine Anleihe eines jeden anderen Emittenten verfallen solche börsennotierten Produkte wertlos, wenn der Emittent insolvent gehen sollte. Für den Härtefall wäre also die physische Form von Münzen oder Barren zu bevorzugen. Insofern stellen Gold-Fonds eine Art Schönwetter-Goldbesitz dar. Sie geben dem Anleger in einfacher und schneller Art und Weise die Möglichkeit, an der Preisentwicklung von Gold zu partizipieren, sind aber in schweren Krisenzeiten, in denen das Gold ja als Notgroschen dienen soll, vom Ausfall bedroht.

Gold ist auch Trading-Instrument. Die gänzlich vom physischen Markt abgekoppelten Optionen und Zertifikate bieten dem Anleger eine Partizipation an der Wertentwicklung von Lieferverträgen auf reines Gold, also von so genannten Futures. Diese Verträge werden an Warenterminbörsen mit unterschiedlicher Terminen gehandelt, zu denen tatsächlich eine physische Auslieferung stattfindet. Man kann sich die Warenterminbörsen als Großmarkt für Goldbarren vorstellen. Wer eine physische Lieferung umgehen möchte verkauft den Kontrakt vor dessen Endfälligkeit und wechselt in den nächsten, in der Fachsprache wird hier vom „Rollen“ des Kontraktes gesprochen. Diese Form der Gold-Verwendung zielt auf die spezifischen Eigenschaften des Goldes und dient vorwiegend der taktischen oder strategischen Optimierung von Portefeuilles. Dabei wird Gold etwa als Absicherung gegen Währungsschwankungen, gegen steigende Inflationserwartungen, gegen geopolitische Risiken oder geldpolitische Entwicklungen gekauft, aber auch wieder verkauft, wenn die ursprünglich den Kauf motivierenden Faktoren nicht mehr gelten.

Welche Eigenschaft des Goldes jeweils vom Markt als jene angesehen wird, die den Preis maßgeblich prägt, hängt vom jeweiligen Zeitgeist ab. In den 90er Jahren galt Gold vorwiegend als Rohstoff. In dieser Zeit wurden vor allem die Verkäufe der Zentralbanken, die Entwicklung der Goldminenproduktion und damit des Angebots sowie die Trends in der Schmuckbranche als Preisdeterminanten betrachtet. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts gilt Gold vor allem als monetäres Metall, da sich immer mehr Menschen über die Stabilität des Währungssystems, die Schuldentragfähigkeit der Staaten und die langfristigen Auswirkungen lockerer Geldpolitik oder die Verschiebungen demografischer Strukturen alternder Industriestaaten sowie das Wirtschaftswachstum im Spannungsfeld endlicher fossiler Brennstoffe sorgen.

Gold handelt in Zyklen gegenüber seinen Substituten. Ein bekannter Zyklus ist jener amerikanischer Industrieaktien gegenüber Gold. Diese so genannte Dow/Gold-Ratio pendelt in Zyklen, die eine Dauer von 10-15 Jahren haben auf und ab. Im Jahr 2000, am Höhepunkt der Spekulationsblasen am amerikanischen Aktienmarkt, war Gold realtiv zu amerikanischen Industrieaktien so günstig wie niemals zuvor. Man hätte über 40 Unzen Gold benötigt, um einen Anteil am Dow Jones für Industriewerte an der Wall Street in New York erwerben zu können. Bis zum Jahr 2012 stieg Gold so stark an, während der Dow Jones in der Zwischenzeit stark gefallen war, dass man lediglich 5,7 Unzen Gold benötigt hätte, um eine entsprechende Beteiligung an der US-Wirtschaft zu erwerben. Seit diesem Zeitpunkt steigt der Wert der Dow/Jones-Ratio wieder an. Er erreichte zum Jahreswechsel 2013/14 13,96.

Der Goldpreis wird an zahlreichen Börsen weltweit festgestellt. Die Hauptbörse, an der der Goldpreis in USD/Unze gehandelt wird liegt in New York. Die zur Warenterminbörse CME gehörende Metallbörse COMEX liefert laufende Kurse für den Goldpreis, sowohl auf Spotbasis als auch über Terminkontrakte, die verschiedene Goldpreise für verschiedene Liefermonate abbilden. Der Goldpreis wird außerdem unter anderem noch an der LBMA in London, der SGE in Shanghai, in Tokio und Dubai gehandelt. Der Goldpreis kann auch gegenüber verschiedenen Währungen abgebildet werden. Für europäische Goldinvestoren ist sicherlich der Goldpreis in Euro relevant, es gibt aber auch den Goldpreis in Yen oder den Goldpreis in indischer Rupie. Aufgrund der Währungsschwankungen sieht der Goldpreischart in Euro, US-Dollar oder Rupie verschieden aus. Die Realitäten der jeweiligen Währungstrends bestimmen auch, wie sich der Wert des Goldinvestments verändert. Als weltweite Referenz für den Goldpreis gilt jedoch der Goldpreis in US-Dollar.