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    Anlagestrategie: Diversifizierung

    Eine der wesentlichen Anlagestrategien, sofern es nicht nur um Intradayhandel oder kurzfristig orientiertes Swingtrading geht, ist die Diversifizierung.

    Wie bereits beschrieben, kommt es bei einer Reihe von Basiswerten zu einer Korrelation. Aktien eines Sektors bewegen sich kurzfristig, mehr oder weniger stark ausgeprägt, in derselben Richtung. Auch innerhalb des Gesamtmarktes sind Korrelationen vorhanden. Fällt beispielsweise der Dow Jones stark zurück, dann fällt auch der DAX und umgekehrt. Der Preis für Silber entwickelt sich tendenziell so wie der Goldpreis und die Goldminenaktien steigen auch dann besonders, wenn es im Goldpreis zu einem starken Anstieg kommt. Eine Korrelation gab es in den vergangenen Jahren auch beispielsweise zwischen dem Währungspaar EUR gegenüber dem US Dollar und Gold sowie dem Währungspaar EUR gegenüber dem japanischen Yen und dem Dow Jones.

    Was bedeutet das für den Handel?

    Wenn mehrere Tradingpositionen eröffnet werden, sollten diese auf die bereits bestehenden Positionen jeweils abgestimmt werden. Hält der Trader beispielsweise ein- oder zwei Tradingpositionen in Goldaktien, welche bis zum Stopp-Loss noch jeweils ein Risiko von 1 % aufweisen, dann kann keine weitere Position in diesem Sektor eröffnet werden. Auch dann nicht, wenn sich bei der zuletzt betrachteten Position ein klares Chartbild für einen Einstieg bietet. Es muss gewartet werden, bis die bestehenden Positionen soweit durch das Nachziehen von Stopps abgesichert werden können, dass das Risiko insgesamt wieder unter dem maximal akzeptierten Risiko liegt. Ist dann ein weiterer Positionsaufbau im gleichen Sektor möglich aufgrund eines sich bietenden Chartsetup, dann kann eine neue Position hinzugekauft werden.

    Diese Vorgehensweise ist trendfolgend und führt dazu, dass an einem sich etablierenden Trend in zunehmendem Maße partizipiert wird. Dadurch kommt es zu einer Erhöhung der Gewichtung nur dann, wenn der Trend anhält und Positionen in den Gewinn laufen. Dreht der Trend hingegen, und die zuerst in einem Sektor eröffneten Positionen laufen nicht in den Gewinn, dann sind die daraus resultierenden Verluste begrenzt aufgrund der zunächst geringeren Gewichtung.

    Auch insgesamt innerhalb des Marktes bietet die Methode nacheinander aufgebauter Positionen einen Vorteil. Darüber hinaus lässt sich das Risiko dann noch auf mehrere Sektoren aufteilen. Wird eine allgemeine Aufwärtsbewegung innerhalb des Technologiesektors erwartet, dann können beispielsweise zunächst zwei Positionen im Internet- und Softwaresektor in relativ starken Aktien eröffnet werden. Laufen diese an, dann kommt eine weitere Position im Computersektor hinzu und wenn diese in den Gewinn läuft, dann wird eine weitere Tradingposition im Telecomsektor eröffnet. So lässt sich das Risiko auf mehrere Positionen aufteilen. Der Trader läuft damit nicht Gefahr, auf dem Sektor festzusitzen der gerade nicht mit läuft. Darüber hinaus erfolgt wieder ein stückweiser Einstieg, so dass das Risiko konstant, die Gewichtung bei etabliertem Trend aber größer wird. Die Partizipation an der erwarteten Bewegung ist dadurch dann aber keinesfalls eingeschränkt.

    http://www.godmode-trader.de (Marko Strehk)

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