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    Die SKS (Schulter-Kopf-Schulter) - Trendwendeformation

    Eine klassische Trendwendeformation ist die SKS-Formation, die einen Trendwechsel hin zu einer Abwärtsbewegung einleitet. Der Kursverlauf erreicht hier zunächst ein Hoch, bezeichnet in Abbildung 11 mit dem linken S, und geht dann in eine Konsolidierung über. Während der folgenden Rallye kommt es innerhalb der noch intakten Aufwärtsbewegung zur Ausbildung eines höheren Hochs (K), die anschließende Konsolidierung erreicht dann allerdings das Kursniveau des vorangegangenen Tiefs. Exakt muss dieses nicht erreicht werden, tendenziell sollte sich das zweite Konsolidierungstief aber auf der Höhe des ersten befinden.

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    Abbildung 11: Prinzip einer Schulter-Kopf-Schulter (SKS) Trendwendeformation mit Varianten der Einstiegs- und Ausstiegspunkte

    Kann sich der Kursverlauf jetzt nicht mehr nachhaltig nach oben absetzen, kommt es mit einem weiteren Zwischenhoch, in der Abbildung mit dem rechten S bezeichnet, zur Ausbildung einer Schulter-Kopf-Schulter (Kurz: SKS) Trendwendeformation. Die dabei entscheidende charttechnische Marke ist die Nackenlinie, die in der Abbildung 11 schwarz eingezeichnet ist. Ein Verkaufssignal wird ausgelöst, wenn diese Nackenlinie nach unten gebrochen wird. Das theoretische Kurspotenzial entspricht auch bei einer SKS-Formation der größten Ausdehnung innerhalb der Formation, die aber hier vom Ausbruchspunkt an der Nackenlinie nach unten abgetragen wird. Ein klassischer Einstieg, in eine Shortposition, erfolgt bei einem Bruch der Nackenlinie. Wie bereits bei den Dreiecken beschrieben, ist dieser Punkt aber der ungünstigste. Zum Zeitpunkt des Bruchs der Nackenlinie weist der Kursverlauf einen wahrscheinlich bereits überverkauften Zustand auf. Dieser kann zunächst nochmals eine Gegenbewegung nach oben einleiten und somit eine eingegangene Tradingposition sofort in Gefahr bringt. Es bietet sich für den Trader auch hier an, erst eine Bestätigung der Auflösung der SKS-Formation abzuwarten und diese zum Einstieg zu nutzen. Wird eine Position direkt in Punkt 1 aufgebaut, ist darüber hinaus ein sinnvoller Stopp-Loss, in der Abbildung als Stop 1 bezeichnet, gemessen am vorhandenen Kurspotenzial relativ weit entfernt. Kommt es zu einer Bestätigung der Ausbruchsbewegung durch einen Rücksetzer des Kurses an die gebrochene Nackenlinie, kann, wenn der Kursverlauf hier wieder nach unten abdreht, eine enger abgesicherte Shortposition eingegangen werden. Der Stopp-Loss, in der Abbildung als Stop 2 bezeichnet, kann im Verhältnis zum vorhandenen Kurspotenzial sinnvoll eng über der Nackenlinie platziert werden. Wenn Sie zunächst auf eine Ausbruchsbestätigung warten, besteht die Gefahr, einige Trades zu verpassen die direkt in Richtung des theoretischen Kurszieles laufen. Die bei einem Einstieg in Punkt 2 gegebene günstige enge Absicherungsmöglich wiegt die verpassten Trades allerdings mehr als auf. Genau so wie die in Abbildung 11 dargestellte SKS-Formation eine Topbildung des Kursverlaufs zeigt und eine Abwärtsbewegung einleiten sollte, kommt es spiegelbildlich auch zu in dieser Form angeordneten Bodenformationen. Diese inversen SKS-Formationen generieren bei einem Ausbruch über die Nackenlinie dann ein entsprechendes Kaufsignal und können durch den Trader ansonsten nach dem gleichen Schema behandelt werden. Weitere einfach identifizierbare Trendwendeformationen sind die Doppeltops und Doppelböden.

    http://www.godmode-trader.de (Marko Strehk)

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